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69 Gramm Butter, Salz und Muskatnuss – SharePoCalypse 26

SharePocalypse 26 - 69 Gramm Butter, Salz und Muskatnuss

Apple will Werbung nur noch denjenigen zeigen, die es sich leisten können. Facebook will aus dem Freundeskreis ablesen ob man selber Kreditwürdig ist. Hacker steuern einen Jeep Cherokee fern. Google will endlich im Telefonbuch vor Apple stehen und Microsoft zeigt mit Gigjam die Zukunft der Zusammenarbeit.

 

Apple will Werbung nur noch denjenigen zeigen, die es sich leisten können

Apple hat ein Patent eingereicht in dem überlegt wird, wie Werbung gezielt entsprechend des Kontostands des Nutzers ausgeliefert werden kann. Dies sollte unter anderem darüber gemessen werden, wie viel Geld sich noch auf der Prepaid-Kreditkarte eines Users befinde. Darüber hinaus könne das Guthaben dem Patentantrag nach auch aus vorherigen Einkäufen des Nutzers oder dessen Mobilfunkabrechnung ermittelt werden. Mit Apple Pay hat der Konzern passend dazu ja auch ein eigenes Bezahlsystem am Start. Da werden die meisten von uns nur Werbung für „Luft und Liebe“ sehen.

Facebook will Kreditwürdigkeit über Freunde prüfen

Eine ebenso alarmierende Nachrichten aus den USA, wie das Apple Kontostand Werbung Patent, ist die Nachricht das einem das Verhalten seiner Facebook-Freunden beeinflussen könne soll, ob ein Kreditantrag genehmigt wird oder eben nicht.
Facebook hatte ein Patent für eine Technologie eingereicht, durch die Kreditgeber an den Kredit-Ratings der Mitglieder des sozialen Netzwerks des Antragsteller, in die Betrachtung des Kreditgebers miteinbezogen werden können.
Vielleicht ist es an der Zeit seine ‚looser‘ Freunde in Facebook aus seinem Netzwerk zu löschen

Hacker steuern Jeep Cherokee fern

Durch eine Schwachstelle im Infotainmentsystem konnten Sicherheitsforscher die Kontrolle über einen Jeep übernehmen. So hatten sie aus der Ferne unter anderem die Kontrolle über Bremsen, Beschleunigung, Türverriegelung, Klimaanlage und Scheibenwischer. Im Rückwärtsgang soll sich sogar das Lenkrad fernsteuern lassen.

Auch andere Autokonzerne sind vor Schwachstellen in ihren Bordsystemen nicht gefeit: Zuletzt war VW mit einem Anlasser-Hack und auch BMW mit seinem Bordsystem BMW ConnectedDrive in den Schlagzeilen.

Andy Greenberg / wired.com

Andy Greenberg / wired.com

Autobauer lasst die Finger vom Internet, den von Internetsicherheit hab ihr keine Ahnung. Denn wenn das so mit den autonomen Autos so weiter geht beginnt der Spass erst recht. Da bleibe ich doch auch in Zukunft bei meinem Fahrrad.

Google Alphabet

Google wird umstrukturiert. Eine Reihe langfristiger Projekte wird abgespaltet und als separate Unternehmen fortgeführt. Diese Firmen stehen hinfort, gemeinsam mit dem Rest von Google selbst, unter dem Dach einer Holding. Diese Holding heißt Alphabet und wird von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin geführt.

Nun dieser Schritt. Diverse Medien spekulieren, dieser Schritt soll u.a. Google vor dem Einfluss von Investoren schützen, die auch Apple schon zu Aktienrückkäufen und MS zu Sparmaßnahmen gedrängt haben.

Der wahre Grund für die Umbenennung ist wohl ganz profan: Sie wollten im Telefonbuch endlich vor Apple stehen.

Microsoft hat schon darauf reagiert: Google ist jetzt Alphabet: http://abc.xyz. Microsofts Antwort: http://abc.wtf.

Kollaboratives Arbeiten mit Microsoft Gigjam

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass in der digitalen Welt eine neue Idee davon, wie wir mit Hardware und Software umgehen, Wirklichkeit wird. Project Gigjam aber könnte so eine Idee sein. Microsoft jedenfalls verspricht vollmundig, dass die Lösung unsere Arbeit und Produktivität revolutionieren wird.
Durch seine sehr frühen Einsichten in das Projekt schrieb, nach der Veröffentlichung, Alan Lepofsky von ZDNet einen ausführlichen Bericht über Gigjam und seine Arbeitsweise.

69 Gramm Butter, Salz und Muskatnuss, Herr Müller

Um mich für meinen (Herr Müller) falschen Kontext in der SharePocalypse #25 zwischen Nazis, Faschisten und Politikern zu entschuldigen, wählten wir den Titel dieser SharePocalypse nach einer legendären Louis de Funès Szene:

Schließen wir diesen Post mit unserem Lieblings-Feedback:

„Wer etwas selbstbewusst durchs Leben geht, dem gefällt es nicht, wenn ihm eine Drohne am Arsch klebt.“ – Irène K. aus Zürich

 

 

 

Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.

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