TechEd IT Forum 2007 – 3 Tag

An diesem Morgen war zuerst Bill English angesagt. Er referierte zum Thema Sharepoint und Forefront Security für Sharepoint. Leider moderierte er zusammen mit einer Frau von Microsoft. Bill English hielt sich im Gegensatz zu gestern zurück und sie bestritt den Hauptteil der 75 Minuten. Was das Ganze ziemlich trocken und langweilig werden lies.

Danach folgte eine Q&A Session mit Michael Kerle und Anton Krantz von Microsoft. Details hierzu in einem früheren Eintrag.

Über den Mittag besuchte ich eine Session über Windows CardSpace. Diese Session war wirklich hoch spannend. Windows CardSpace ist die Microsoft Implementierung von „Information Card“. Ehrlich gesagt war ich überrascht von den Möglichkeiten der Implementierung. Über CardSpace sind ganz neue Methoden der Zwei-Weg Authentifizierung möglich. Da die „cards“ zusammen mit dem Betreiber einer Webseite (Extra- Intra- und Internet) und einer weiteren neutralen Stelle erstellt werden, eröffnen sich neue Modelle und Möglichkeit einer Zwei-Weg Benutzer Authentifizierung.

Es folgte eine Session mit dem spannenden Namen “Become a SharePoint Guru“. Leider entpuppte sich das Ganze als eine Show von einem Microsoft Mann und zwei MVP’s, die zwar wunderbar co-moderierten, aber nichts Neues oder Spannendes erzählten.

Zum Schluss besuchte ich noch einmal an diesem Tag eine Q&A Session. Wieder mit dem Hauptthema OCS 2007. Dieses Mal zum Thema „Security“. Es waren insgesamt 10 Personen im Saal anwesend. Auf der anderen Seite waren vier Jungs aus dem OCS 2007-Team. Alle anwesenden Teilnehmer hatten OCS 2007 schon im Betrieb. Die Fragen die gestellt wurden waren demzufolge auch sehr spezifisch. Es ging um das Absichern der FileShares die OCS 2007 anlegt, um die richtige Firewall Konfiguration für die A/V Edge-Server, NAP und VoIP-Endgeräte und um das Spoofing von Telefonnummern über das SIP Protokoll. Interessant war in diesem Zusammenhang das Thema NAP und VoIP-Endgeräte. Die OCS-Jungs erzählten, dass sie daran arbeiten für Unternehmen die eine PKI-Infrastruktur haben die Endgeräte mit Benutzer-Zertifikaten zu versehen. Dies wird vermutlich über USB und eine Art ActiveSync gemacht werden. Sie sind aber noch weit hinten in der Entwicklung. Diese Funktion wird aber sicher in der nächsten Version von OCS folgen.
Auch das Thema von VoIP Spam wurde angesprochen. VoIP Spam sind Telefonanrufe von Werbeanbieter die Endgerätenummer abklopfen und Werbebotschaften abspielen. Hier sind die Redmonder daran anhand der Nummernlogik des ankommenden Anrufers diesen Anruf abzufangen und zu blockieren. Spam Telefonanrufe abfangen gestaltet sich wesentlich schwieriger als Spam-Mails zu identifizieren, da bei einem Mail der Inhalt bekannt ist, bei einem Telefonanruf jedoch nicht. Ein weiteres Thema war die sogenannte „Instant Messaging Hygiene“. OCS 2007 bietet hier nur eine minimale Funktionalität. OCS kann lediglich URL’s aus dem Text entfernen und übermittelte Dateitypen anhand ihrer File Extension blockieren. Für diese spezielle Anwendung der „Instant Messaging Hygiene“ wird es im Laufe des ersten Halbjahres 2008 eine weitere Forefront Security Edition für Office Communication 2007 geben. Diese wird dann in diesem Bereich eine weit grössere Funktion aufweisen.

Ein interessanter, aber bisher doch der schwächste Tag. Was nichts heissen muss! Denn morgen geht es wieder los. Einige heisse Themen zu Sharepoint, PowerShell, Virtualisierung und Microsoft und ITIL V.3, sind auf meinem Programm.

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TechEd IT Forum 2007 – 2 Tag

Der heutige Konferenztag fing damit an, dass Oliver von Collabnet mich mittels Klopfzeichen an der Türe aus dem Bett holte. Irgendwie war ich gestern Nacht von all den abgegebenen Demoversionen überwältig und brauchte viel zu viel Zeit mit ausprobieren statt zu schlafen.

Nun die erste gebuchte Session lief unter dem Titel „Architecting a highly available Sharepoint 2007 Farm“. Gehalten wurde sie von Michael Noel von Convergent Computing. Er ist der Autor des Buches „Microsoft Sharepoint 2007 Unleashed“. Thematisch geht es bei diesen Themen immer um das Eine. Was ist von Microsoft unterstütz und was nicht. Dabei bedeutet „nicht unterstütz“ primär nicht, dass es nicht funktionieren würde, sondern Microsoft darauf im Falle von Supportverträgen keine Unterstützung bieten wird. Dies ist für Firmen welche Premiere Support Verträge mit Microsoft haben nicht unwesentlich. Für alle anderen Firmen gilt es aber als eine Art Richtlinie für das Engineering.
Die Skalierungmöglichkeiten aller MOSS Rollen wurden besprochen sowie zwei unterschiedliche Beispiele für HA MOSS Farmen besprochen. Ganz am Ende kam Michael Noel aber mit einer ganz interessanten dritten Variante. Dies basiert ein Stück weit auf Dritt-Hersteller Software. Mit Syntergy Replicator können Sharepoint Inhalte bidirektional synchronisiert werden. Mit diesem, nicht gerade billigen, Werkzeug replizierte er in dem Beispiel Inhalte jeweils auf diverse Standorte und machte sie so hoch verfügbar. Der Syntergy Replicator löst vermutlich für viele MOSS Kunden ein grosses Problem. MOSS 2007 kann bekanntlich Inhalte von Site Collections nur in eine Richtung kopieren. Wie auch immer. Mal schauen ob die Leute von Syntergy uns eine Demo Version zur Verfügung stellen werden, so dass wie ein paar Fälle durchspielen können.

Eine weitere 75 Minuten Session besuchte ich an diesem Morgen zu Thema „Sharepoint Governance and Information Architecting Guidance“. Ich hatte immer noch kein Frühstück gehabt und wartete ungeduldig auf das Mittagessen. Aber Joel Oleson von Microsoft, der diese Session leitete, war eine Offenbarung. Er zeigte in einer reinen Slide Präsentation die Zusammenhänge von Service und Verkauf von Sharepoint Infrastruktur auf. Wie kann die IT Sharepoint Funktionen intern verkaufen und wie kann sie für die so generierten Mehrwerte auch Geld verlangen. Er zeigte die Zusammenhänge von strukturierten Daten auf Firmen Portal bis zu der unstrukturierten MySite auf. Seine Ausführungen gaben mir Antworten auf diverse Probleme die wir in aktuellen Projekten haben, ohne das ich überhaupt die Frage dazu gewusst hätte.

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Weil ich so begeistert war wollte ich nun auch nichts mehr essen und begab mich statt zum Lunch an eine 45 Minuten dauernde „Lunch Breakout Session“. Das Thema war der „Data Protection Manager 2007“. Ein cooles Produkt, hat mir gefallen. Als der Moderator zum Thema Sharepoint kam, fragte er; wer denn mit seiner Sharepoint Backuplösung zufrieden sei. Niemand hob die Hand. Danach zeigt er wie der „Data Protection Manager 2007“ aus gebackupten Sharepoint Sites einzelne Objekte wieder zurückspielen kann. Applaus im Publikum. Ich klatsche auch mit und dachte an die gelöschten Daten in der MySite von Simon (sorry).

Danach war eine 75 Minuten Demo der PowerShell V.2 CTP angesagt. Ich fand es cool, konnte aber mit dem Speed des Moderators leider nicht mithalten. Alle Scripts und Kommandos die er zeigte liefen leider von einem aufgezeichneten Präsentations-Script ab. Hier wäre, zumindest für mich, weniger mehr gewesen. Unser Freund von Collabnet fand es eher träge und er, ich oute ihn hier gerne, gönnte sich in den Tiefen des grossen Auditoriums, ein kleines Nickerchen.

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Ganz am Ende des Tages hatte eine bemerkenswerte Session stattgefunden. Der Redner war Bill English. Er ist der Autor meiner persönlichen Sharepoint 2007 Bibel (Office Sharepoint Server 2007 Administrator’s Companion). Sein Referat lief unter dem interessanten aber sehr langen Titel: „Search, Information Architecture and Findability: Why Findability is the Most Important Element to Consider When Building Your Sharepoint Taxonomies“.

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Bill English erklärte in 75 Minuten warum der Faktor Mensch daran schuld ist, dass wir nie auf Anhieb das finden werden was wir eigentlich suchen. Er führte uns IT Menschen dabei an der Nase herum und zeigte uns auf, warum wir alle Softfaktoren unterliegen und nur meinen, dass wir besser sind als die Benutzer. Das machte er so geschickt, dass es zwischendurch immer wieder Gelächter, Freudenschreie und spontane Diskussionen gab. Ich habe darauf beschlossen alle weiteren Vorträge von Bill English zu besuchen. Das ist insofern sowieso gut, weil er nur über Sharepoint Themen referiert. Ich werde morgen früh gleich alles um arrangieren müssen. Mal schauen ob ich morgen rechtzeitig aufwache, immerhin hat mir Oliver erklärt wie ich auf meinem HTC Dash den Wecker einstellen kann.

TechEd IT Forum 2007 – 1 Tag

Heute war die Eröffnung des IT Forum 2007 in Barcelona. Wer weiss wie viele Leute da sind? Ich habe noch keine Zahl gehört, aber es sind viele! Trotzdem läuft hier alles reibungslos. Das Forum dauert bis zum Freitag den 12.11.2007. Mit 230 Breakout Sessions, 75 Interactive Sessions, 30 Instructur Led Labs, 60 „Ask the experts booth“, 120 Demonstrationen und 100 Ausstellern ist das Ganze auch für uns Teilnehmer anspruchsvoll. Die Inhalte der „Instructur Led Labs“ können auch autonom und während der ganzen Zeit im „Hands on Lab“ durchgeführt werden. Das „Hands on Lab“ ist eine beeindruckende Ansammlung von PC‘s auf denen die Virtual Images der Sessions installiert sind. Auf einem zweiten Bildschirm werden dann jeweils die Instruktionen und Erläuterungen parallel dazu eingeblendet. Eine hervorragende Art sich in ein Thema einzuarbeiten: Jetzt schon einer meiner Lieblingsorte hier in Barcelona.

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Die Eröffnungsrede (Keynote) wurde von Bob Kelly, Microsoft Corporate Vice President, Infrastructur Server Marketing, gehalten. Er präsentierte die neuen Produkte aus dem Serverbereich deren Verkauf Microsoft in den nächsten Monaten starten wird. Besonderes Gewicht während der Rede legte er auf den Windows Home Server und auf die Virtualisierungs Technologie im Allgemeinen. Während der Rede wurde auch der richtige Name der Virtualisierungs Technologie die bisher unter dem Codename Viridian lief bekannt. Microsoft nennt Ihre Lösung nun Hyper-V.

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Neben dem Konferenzgelände kämpfen wir mit der spanischen Sprache und den Typen von Stromsteckern. Den unseren Laptop benötigten ihren Rohstoff, den sie währen der Sessions an OneNote abgeben. Es hat sich herausgestellt das alles wunderbar läuft wenn man dem Gerätekabel den Erdungsstift entnimmt. Zum Glück gibt es unter uns IT Leute welche immer richtiges Werkzeug mit sich rumtragen.

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