Der Main-Event zum Launch von Microsoft SharePoint 2010 in Österreich findet morgen und übermorgen in Wien statt! Ich bin als Sprecher auf der SharePoint Konferenz in Wien mit dabei und werde in meinem Vortrag über die neunen Metadaten Funktionen SharePoint Server 2010 berichten.
Wie immer, kommt doch vorbei uns sagt hallo, ich würde mich freuen!
Gepostet von Christoph Müller am
5.4.2010 um 22:25 Uhr
Kategorie: Allgemein, Technologie
Die Integration von Cloud Speicher in das lokale OS ist immer wieder ein Problem. Jeder Anbieter bringt entweder eigene Software, oder ist nur über ein Webinterface zu erreichen. Zum Thema Skydrive habe ich vor ein paar Monaten das Tool SkyDrive Explorer entdeckt. Jetzt hat mich jemand auf ein noch intelligenteres Tool aufmerksam gemacht. Cloud Desktop 2 von Gladinet verzahnt diverses Cloudservices direkt in den Windows Explorer. Unterstützt wird nicht nur SkyDrive sondern eine Vielzahl von Anbietern. Diese können via vordefinierte Module in das OS integriert werden.
Die so integrierten Anbieter werden unter einem Netzwerklaufwerk als separate Ordner angezeigt. So kann man verschiedene Cloudservices parallel gemounted haben. Die Cloudservices können so in jeder Applikation durch den Speichern- oder Öffnen-Dialog angesprochen werden.
Zusätzlich bietet das Tool aber auch die Möglichkeit Backupszenarien auf die Cloudspeicher einzurichten. Dazu bietet das Cloud Desktop ein eignes Interface. In diesem können die notwendigen Schritte vorgenommen werden.
Cloud Desktop 2 ist in der Basisversion gratis. Eine Pro Version muss bezahlt werden. Diese unterstützt diverse Cache-Mechanismen, Komprimierungen und für gewisse Anbieter ACL-Unterstützung.
In der nächsten Woche werde ich mich mit meinen MVP-Kollegen in Redmond, am MVP-Summit, austauschen. Danach geht es aber direkt zurück nach München an die SharePoint Konferenz 2010. Ich hoffe ich werde einige von Euch dort treffen und hoffentlich in meinen zwei Sessions sehen.
Für diejenigen, die sich gerade die Agenda zusammenstellen hier ein bisschen Werbung in eigener Sache. Meine erste Session am Mittwoch ist wie der „Fuzzy Tail“ eine Motivation Session die aufzeigt, dass man sich einen Schritt weiter getrauen sollte. Die Verbindung von interdisziplinärem Wissen in seine SharePoint-Search-Architektur ist ein Muss. Dieses Wissen lässt einem einige Fehler erst gar nicht machen und bringt so deutlich mehr Benutzerakzeptanz und Nutzen.
Die Session trägt den Titel „Wege in die digitale Unordnung“ und zeigt die Problem die mach sich mit den neuen SharePoint Server 2010-Funktionen, wie Metadaten und Keywords schaffen kann. Architekten die SharePoint-Suchportale erstellen und betreiben stoßen irgendwann auf die Aufgabe dem Inhalt des heterogenen Datenkorpus eine Struktur zu geben. Dabei entsteht eine Ordnung in Kategorien. Diese Ordnung kommt aber ins Wanken. Unser Denken kommt mit festen Kategorien nicht weiter. Wir müssen lernen Chaos, Unordnung und Unschärfe abzubilden. Die Session schlägt den Bogen von den Bibliothekaren die vor 200 Jahren dieses Problem schon angegangen sind, bis zu Tim Berners-Lee der das Problem mit seinem Entwurf vom Semantic Web lösen möchte. Dabei wird der geschichtliche Exkurs mit aktuellen SharePoint-Search-Beispielen verglichen. So wird dem Zuhörer klar, dass man Modelle, die vor 200 Jahren nicht funktioniert haben, heute nicht anwenden soll. Stattdessen werden die neusten Ideen auf ihre Machbarkeit in SharePoint überprüft.
Die zweite Session mit dem Titel „Metadaten in SharePoint Server 2010“ zeigt die die neuen Management Funktionen von SharePoint Server 2010 wie Document Sets, Location-based metadata, metadata navigation, metadata filtern und Document IDs. Ein besonderes Augenmerk wird auf die neuen „managed metadata“ von SharePoint 2010 gelegt. Die Session zeigt wie man diese konfiguriert, indexiert und für eine optimierte Suche verwendet. Einen ausführlichen Post zu diesem Thema habe ich bereits früher hier geschrieben.
Ich freue mich wieder in München zu sein und hoffe es wird so lustig wie letztes Mal.
Gepostet von Christoph Müller am
27.11.2009 um 22:36 Uhr
Kategorie: Allgemein, Technologie
Ein bisschen offtopic, zumindest für mich, da ich ziemlich mit der SharePoint 2010 Beta beschäftig bin. Aber zwischendurch bin ich auf ein Tool gestossen, auf das ich schon jetzt nicht mehr verzichten möchte. Der SkyDrive Explorer fügt den eigenen SkyDrive-Bereich dem Windows Explorer hinzu, so dass man direkt und ohne Umwege über das hochladen speichern kann. Logischerweise geht es auch umgekehrt. Dokumente können direkt aus SkyDrive heraus geöffnet werden.
Der SkyDrive Explorer verhält sich genau so wie der Windows Explorer. So kann man dann auch Operationen ausführen, die mit SkyDrive vorher gar nicht möglich gewesen sind. Wie etwa Ordner mit Unterordner hochladen, Dokumente umbenenen oder ganze Ordner mit dem gesammten Inhalt löschen. Eine weiter „coole“ Funktion findet man im Kontextmenü von SkyDrive-Objekten. Von diesen kann man die URL kopieren, um sie per Chat oder E-Mail weitergeben kann.
SkyDrive Exploer ist als Freeware in 32- und 64Bit-Versionen erhältlich
Nun, heute war der erste Tag an der TechEd 2009 in Berlin. Der erste Tag hatte noch nicht so viele SharePoint-Tracks wie ich das gerne gehabt hätte. Nun, aber der heutige Dienstag ist voll damit.
Auch die Hands-on Labs sind voll von SharePoint 2010 Labs. Insbesondere in den Bereichen Upgrade, Enterprise Content Management, Social Computing und Web Part Entwicklung. Die Labs sind wie jedes Mal genügend gross dimensioniert, so dass man auf jeden Fall ein Plätzchen finden sollte.
Gestern Montag aber stand aber ein interessanter Track auf dem Programm. Joel Oleson und Todd Klindt sprachen zusammen über „Technical Consideration for Large-Scale Sharepoint Server Deployment on SQL Server“. Die Beiden zusammen garantiern immer für eine unterhaltsame Session, so musste ich dabei sein, auch wenn es eher nach einer reinen SQL-Session aussah.
Zusammengefasst war es keine reine SQL-Session, es war eher mehr SharePoint 2007 und ein bisschen 2010 dabei. Interessant war es aber trotzdem, weil die Beiden einige Fakts zusammengefasst und interpretiert, präsentierten. Hier die wichtigsten Aussagen der Beiden:
Anzahl der SiteCollection
9000 SiteCollection in einer Web App zu haben ist kein Problem. Bei 15‘000 Site Collection ist aber schluss.
SharePoint Datenbanken die am meisten SQL-Performance brauchen Am meisten: Search, temp (die Temp-DB von SQL) und das Transaction Log Mittlerer Bereich: ConfigDB, SSP (während Profile Import braucht die DB deutlich mehr Performance) und die MasterDB von SQL Niedriger Bereich: Die ContentDB (während Backup und Indexing braucht die DB deutlich mehr Performance) und die ModelDB von SQL
Die Top SharePoint Performance Killer
Index/Crawler
Backup
Diverse Timer Jobs (wie z.b. user syncs bei vielen Benutzern)
Schlechte Speicher Konfiguration
STSADM Backup/Restore
Large List Operations
Aufwendige Benutzer Aktionen in grossen Listen wie etwa Importieren oder Schreiben vieler Daten
Wer heise.de verfolgt, hat es heute gelesen. Thawte stellt Web of Trust für kostenlose SSL-Zertifikate ein. Als ich diesen Artikel gelesen habe, erinnerte ich mich an eine andere Nachricht die ich vor ein paar Wochen gelesen hatte. Dort ging es um ein Update des „Windows Root Certificate Program“. Dieses Update wurde im September 2009 ausgeliefert und installierte eine neue „root certificate authority“. Konkret ging es um die Firma „StartCom Ltd“. Die Firma StartCom Ldt. so wurde in dieser Nachricht geschrieben, gehört zu einer Gruppe von Zertifikat-Providern die Gratis SSL Zertifikate ausstellen.
In der Praxis bedeutet das nun, dass die Betriebssysteme Windows 7, Vista und XP (nach Installation eines Patches) sowie alle Applikationen die gratis verfügbaren Zertifikate von StartCom als gültig betrachten.
Bis jetzt wurde dieser Markt von grossen Anbietern beherrscht. Die wollten für diese Zertifikate für meist eher mehr, als weniger Geld sehen. Firefox und Safari hatten solche Anbieter zwar in ihrem eigenen Zertifikat-Store mit drin, so dass SSL-Zertifikate von solchen Gratisanbietern beim Surfen ohne Meldung akzeptiert wurden. Andere Betriebssysteme wie etwa Mac OS X oder Linux bringen Gratisanbietern von Zertifikaten „out oft he box“ mit.
Ab heute hat Microsoft also den ersten solchen Gratisanbieter mit an Bord. Das heisst ab heute kann jeder seine Webseite mit einem gratis SSL-Zertifikat von StartCom Ldt. sichern. Nun also auch ohne Warnung des Browser, dass dieses Zertifikat von einer nicht bekannten Stammzertifizierung kommt.
Ich hatte letztes Jahr ein Artikel über die frei verfügbaren Thawte Zertifikate und Outlook 2007 geschrieben. Da es diese also bald nicht mehr gibt, schaute ich mir also diesen neuen Provider einmal an. Dieser bietet neben freien SSL-Zertifikaten auch freie S/MIME-Zertifikat an. Also habe ich mich schnell registriert und ein S/MIME-Zertifikat bezogen. Um es vorweg zu nehmen, es funktionierte einwandfrei. Ein kleiner Trick besteht darin, dass man den IE im Administrator Modus startet und erst danach mit dem Zertifizierungsvorgang beginnt. Während dem Vorgang werden die Zertifikate in den Zertifikatsspeichern von Windows gespeichert. Das S/MIME-Zertifikat ist dann auch gleich für den Einsatz in Outlook 2007 verfügbar.
Perfekt also das Thawte seinen Dienst einstellt. Denn sonst wäre ich nicht auf StartCom Ldt. aufmerksam geworden die neben den S/MIME auch die sonst kostenpflichtigen SSL-Zertifikate frei ausstellen.
Microsoft hat Anfangs September dieses Jahres die geschlossene Testphase für Word Web App, Excel Web App und PowerPoint Web App gestartet. Die Web-Anwendungen von Word, Excel und PowerPoint können im Rahmen des Technical Preview Program getestet werden. Im deutschsprachigen Raum steht das Technical Preview momentan allerdings noch nicht zur Verfügung. So heißt auf jeden Fall in der offiziellen Verlautbarung.
Die Microsoft Office Web Apps werden über SkyDrive angeboten. Damit man in den Genuss des Technical Preview kommt, muss man sich lediglich bei SkyDrive Live, mit seiner LiveID anmelden und in den SkyDrive-Einstellungen die Sprache auf „Englisch“ umstellen. Wenn man dann in einen Dokumentordner navigiert, wird in der Menüleiste die Möglichkeit zur Teilnahme am Technical Preview Programm angeboten. Wichtig: es muss mindestens ein Dokument im Office 2007 nativ Format vorhanden sein. Wenn der Ordner leer ist, wird einem die Option nicht angezeigt.
Danach kann man sich selber Dokumente erstellen, oder hochladen und bearbeiten. Im Moment funktionieren aber lediglich Excel und PowerPoint.
Mit den Office Web Apps können Nutzer Dokumente überall, auf einer Vielzahl unterschiedlichster Geräte und in verschiedenen Browsern ansehen, erstellen, bearbeiten und austauschen. Dabei wird die Integrität der Dokumente zu jedem Zeitpunkt erhalten. Es steht aber lediglich ein beschränkter Funktionsumfang des Rich-Clients zur Verfügung. Immerhin sind es in Excel die Funktionen die, zumindest ich, zur Überarbeitung von Dokumenten immer brauche. Zum Erstellen von komplexen Tabellen reicht es aber nicht aus. Hier ein Test über SkyDrive mit Safari 4.0.
Interessant auch, dass es die Microsoft Office Web Apps weitgehend Plattformunabhängig funktionieren.
Die Microsoft Office Web Apps sind gegenüber den direkten Konkurrenten, Google Apps und ZOHO, komplizierter zu bedienen und der Zugang ist deutlich umständlicher. Der Funktionsumfang des Microsoft-Produkts übertreffe jedoch den der Konkurrenten.
Wo sich die Microsoft Web Apps aber deutlich von den Konkurrenten unterscheiden ist die Möglichkeit diese Mini-Applikationen selber zu betreiben. Gemäß Michael Schultz (Director of marketing, Microsoft Office Services) wird diese Möglichkeit beim SharePoint Server 2010 bestehen. ZOHO bietet einen ähnlichen Service. Dieser ist aber nicht komplett in einem Netzwerk, sondern wird für einige Funktionen über die Server von ZOHO geleitet.
Das Ziel des Buches ist, unsere Erfahrung in den Bereichen
Chancen und Herausforderungen erkennen und Projekte erfolgreich steuern
Intranetportal- und Zusammenarbeitstechnologien für Projektmanager
herauszuarbeiten und mit Tipps und Erfahrungen zu versehen. Die Nutzung der Microsoft Office SharePoint-Technologien bietet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in Organisationen. Diese Tools wirken sich aber auch rückkoppelnd auf die Organisationsform und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus. Dieses Buch soll die Eckpunkte und Chancen, aber auch die Gefahren zeigen, die ein SharePoint-Projekt mit sich bringt. Als Ziele einer SharePoint-Einführung werden meist auch Stichworte wie Zusammenarbeit, Kommunikation, Communitys, Knowledge Management, Wiki, Blog und weitere Web 2.0-Begriffe genannt. So verändern diese Projekte die Art der Zusammenarbeit nachhaltig und machen Platz für tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen. Dies betrifft die Art, wie Menschen Informationen austauschen, mit Prozessen und Informationen umgehen und letztendlich, wie sie mit sich und anderen umgehen werden. Diese Punkte sind für den Erfolg von Portalprojekten von SharePoint von zentraler Bedeutung.
Das Buch ist bei MS Press erschienen. Es kann direkt dort oder bei Amazon erstanden werden.
Gepostet von Christoph Müller am
23.6.2009 um 12:52 Uhr
Kategorie: Allgemein, Technologie
Es ist kein Geheimnis, dass ich für mich privat Mac OS X nutze. Das bedeutet aber nicht, dass ich zuhause keine Windows Rechner habe. Ganz im Gegenteil. Mit Virtualbox von Sun virtualisiere ich mir so einen kleinen Zoo von Servern.
Für einen Test brauchte ich ein Vista Client. Die Standardeinstellungen von Virtualbox stellt die Festplattenkapazität auf 20 GB ein. Ohne etwas zu überlegen bestätigte ich die Standardeinstellungen. Dummerweise installierte ich Vista SP1 und musste SP2 nachinstallieren. Jetzt benötigt Vista SP2 aber mehr freien Platz auf der Festplatte als auf der virtuellen Festplatte vorhanden war.
Solche Arbeiten habe ich unter Parallels for Mac bisher mit GParted erledigt. Nun, grundsätzlich müsste GParted auch unter Virtualbox funktionieren. Was es auch macht. Allerdings sind ein paar Schritte mehr nötig als unter Parallels. Hier nun die Anleitung (speziell für Rolf, dem ich heute erklärt habe, wie ich es gemacht habe und er es gerne schriftlich hätte. Was mir im Gegenzug ein Sixpack einbringt.)
1: Als erstes erstellt man eine zweite (grössere) virtuelle Disk und definiert diese als IDE Primärer Slave
2: Danach lädt man die Live CD von GParted herunter und definiert diese als Bootvolumen für den gewünschten virtuellen Rechner. Wenn GParted gestartet ist sollte man oben rechts in der Festplattenauswahl zwei Festplatten sehen.
3: Danach wechselt man in die root-shell des Linux auf dem GParted läuft. Der Link dazu liegt auf dem Desktop.
4: In der Shell kopiert man den ganzen Inhalt der ersten Festplatte auf die zweite Disk. Dies geschieht mit dem Befehl:
dd if=/dev/hda of=/dev/hdb
Dies dauert ein bisschen. Also Rolf: hier ist die Zeit einen neuen Kaffe zu holen. Virtualbox zeigt ja die Aktivitäten der virtuellen Festplatten an. Diese sind während dem gesamten Vorgang logischerweise aktiv.
5: Wenn die Daten kopiert sind, stoppt man den virtuellen Computer und definiert die Festplatteneinstellungen neu. Die grössere Disk, die vorher noch IDE Primärer Slave war, wird nun IDE Primärer Master. Der alte (kleine) IDE Primärer Master brauchen wir nun nicht mehr. Diese kann entfernt werden (vielleicht ist es sinnvoll, diese virtuelle Festplatte nicht gleich zu löschen). Wenn diese Einstellungen gemacht sind, kann man den virtuellen Rechner wieder starten.
In den „Disk Management“ Einstellungen ist die Festplatte zwar nun grösser. Allerdings ist die Partition noch nicht angepasst.
Mit einem Rechtsklick auf den unbenutzten Bereich der Festplatte kann aus dem Kontextmenü „Expand Disk“ ausgewählt werden.
Nach ein paar Sekunden ist auch dieser Schritt komplettiert und die Disk hat wieder genügend Platz.
Danach wird das XML (Opensearch Spezifikation) für den Search Provider generiert und an IE 8 übergeben. Nun kann man im IE 8 bei „Suchanbieter verwalten“ und Bing als Standard definieren.