Referent an der SharePoint Konferenz 2009

Ich freue mich sehr, dass ich als Referent auf die SharePoint-Konferenz 2009 in München eingeladen wurde und dort (voraussichtlich am 12.2.2009) zwei Vorträge über Microsoft Office SharePoint Server 2007 halten darf. Die beiden Vorträge werden “Search” als Thema haben. Ein Vortrag ist konzeptioneller Natur und einer beschreibt ein „cooles“ Projekt, welches bis dann abgeschlossen sein wird.

Ebenfalls fertiggestellt ist bis dann das Buch, welches ich zusammen mit Reiner Ganser schreibe. Thema: wie kann es anders sein? Natürlich SharePoint. Eine genaue Ankündigung wird noch kommen.

Nun, die SharePoint Konferenz 2009 wird sicher hochinteressant werden, mit vielen praxisnahen Informationen rund um das Thema SharePoint. Ich werde an diesen beiden Tagen auch einige Vorträge besuchen und würde mich freuen, den einen oder anderen Leser von scolab.ch bei dieser Gelegenheit persönlich kennenzulernen. Wer also Lust und Zeit hat, meldet sich bei uns.

GMail um Voice- und Videochat erweitert

Google stellt seit kurzem eine browserunabhängige Voice- und Videochaterweiterung zur Verfügung. Dafür ist ein PlugIn nötig. Google bietet dieses PlugIn ganz diskret an: Wählt man in der bestehenden Chat-Funktion bei einem Kontakt das Menü “Mehr” aus, wird einem das PlugIn angeboten. Nach der Installation des exe-Files steht die neue Funktion in jedem Browser zur Verfügung. Jussi und ich haben erfolgreich mit dem IE7, Firefox3 und Chrome gechatet.

Damit erweitert Google seine Collaboration-Palette um ein weiteres Puzzle-Teilchen. Alles sieht danach aus, dass Google irgendwann sein Gesamtwerk fertig hat. Bis jetzt aber kann Google noch nicht mit den wirklich ausgereiften Collaboration-Produkten mithalten; zu zerstückelt kommt das alles noch daher. Wir sind gespannt, wie sich die Goolge-Collaboration-Plattform weiter entwickelt.

               

Live Mesh für Mac OS X verfügbar

Für Live Mesh von Microsoft ist nun auch der Mac Client verfügbar. Vor ein paar Wochen war bereits schon einmal ein Installer online, der aber ein paar Stunden später wieder vom Netz genommen wurde. Einige Mac OS X Webseiten vergleichen Live Mesh mit dem MobileMe Angebot von Apple Das ist natürlich falsch ist, da Live Mesh lediglich im Bereich der File Synchronisierung in Konkurrenz zu Apples MobileMe steht. Wie auf Apples MobileMe kann Live Mesh ebenfalls Daten auf einen Online-Speicher laden, damit der Nutzer diese mit einem anderen Gerät synchronisieren kann. In die Übertragung können sowohl Dateien, als auch Programm-Einstellungen oder Ordner mit einbezogen werden. Anders als der Apple-Service ist Live Mesh jedoch kostenlos (5GB) und deshalb eventuell eine Alternative, obwohl die Funktionsausrichtung eine andere ist. Auf jeder Mac OS X Fan Seite wird aber als Negativ-Punkt die fehlende iPhone-Unterstützung angeprangert

Der Live Mesh Client für Mac OS X verlangt im Minimum einen Intel Mac und Mac OS X 10.5.1. Die Bedienung unterscheidet sich aufgrund der unterschiedlichen OS Konzepte von Vista und Mac OS X. In der Macintosh Version wird der Live Mesh Client als Menü Item angezeigt. Live Mesh Ordner werden vom OS nicht erkannt. Ein Live Mesh Ordner verhält sich im Finder wie ein ganz normaler Ordner. Wenn man also die Live Mesh Fenster neben dem synchronisierten Ordner angezeigt haben möchte, muss man den Ordner über das Live Mesh Menü Item öffnen.

Sehr ärgerlich bei der ganzen Sache ist: Ich habe einen Screencast zu diesem Thema vorbereitet. Eine Demo wie Live Mesh auf dem Mac funktioniert. Doch während dem Editieren des Films hat sich mein MacBook Pro verabschiedet und lässt sich seither nicht mehr starten. Deswegen blieb mir nur dieser lausige Screenshot des Live Mesh Device Managers übrig. Auf dem Screenshot sieht man mein ehemaliges Mac Book Pro in meiner Gerätegruppe. Dargestellt wird das Laptop mit einem klassischen Apple Bildschirm.

Die Leute auf Channel 10 haben aber auf ihrem Blog ein ausführliches Video. Wer also mehr sehen will unbedingt reinklicken.

Office 14 Online und Azure Services Platform

An der PDC 2008 wurde nun doch einiges Angekündigt. Alle schlauen Menschen wussten oder vermuteten ja schon alles richtig. Jetzt ist es einfach öffentlich!  Neben Details über Windows 7 interessierten uns vor allem alle News in den Bereichen der Collaboration.

Die beste Neuigkeiten aus diesem Bereich ist sicher Office 14. Office 14 wird neben einer Rich Client Version auch in einer Online Version verfügbar sein. Auf Channel 9 zeigte heute das Team, wie das im Beispiel von OneNote aussieht. Zudem wird in diesem Video auch gesagt, dass endlich verschiedene Personen gleichzeitig am gleichen Word- /Excel-Dokument arbeiten können. Und um das Ganze abzurunden zeigt das Team die Office Online Applikation auch noch in Mozilla Firefox. Das gibt allen Mac OS X Usern unter uns Hoffnung für die Zukunft.

Wenn man die neue Version von Office zusammen mit den Möglichkeiten der „Azure Services Platform“ (die ebenfalls an der PDC 2008 bekanntgegeben wurde) betrachtet, wird einem bewusst, das hier die nächste Stufe von Online Applikation gestartet wurde.

Sind wir gespannt wie Google auf diese direkte und sehr starke Herausforderung reagieren wird…

Visual Networking – die nächste Social-Media-Stufe wird gezündet

Heute hat George Strohmayer von Cisco an den ComDays einen interessanten Vortrag zum Thema “How much bandwidth do we need” gehalten. Dabei wurde er erstaunlich konkret und hat einige Brücken zum Thema Collaboration geschlagen.

Bisher waren vor allem P2P Anwendungen die Haupttreiber der Bandbreitensteigerungen. Im Vergleich zu dem was uns noch bevorsteht war das aber marginal. In Zukunft wird die Übermittlung von  Videocontent (in irgend einer Form) den Löwenanteil der Bandbreite wegfressen. Während heute der durchschnittliche Bedarf des Downstreams bei 3.75 Mbps liegt, rechnet Cisco morgen mit 11.25 Mbps, mittelfristig gar mit 30 Mbps.

Nicht weniger wichtig ist die wachsende Erwartungshaltung der Kunden nicht nur bei den Transferraten, sondern bei der Qualität der Übertragung – also bei der Latency. Heute werden gemäss Untersuchungen 95ms Verzögerung als qualitativ gut akzeptiert, in naher Zukunft rechnet Cisco mit 60ms als Akzeptanzgrenze.

Und spätestens hier sind wir bei unserem Thema. Durch die Zunahme manigfaltigster Videoinhalte und Anwendungen in guter Qualität sowie die weite Verbreitung von Social Networks werde es eine Verschmelzung der beiden Bereiche geben. Cisco hat auch gleich eine Wortschöfung parat: Visual Networking!

Cisco macht ja gleich selber vor, wie sie sich diese Zukunft vorstellt. Wir haben ja bereits über die High-End-Video-Conferencing-Lösung TelePresence berichtet. Ein interessanter Nachtrag dazu: rund 60 Prozent des Cisco-internen Datenverkehrs machen mittlerweile TelePresence-Sessions aus, eine Zahl, die auch für den globalen Datenverkehr prognostiziert wird.

Die visuelle Kommunikation wird zweifellos enorm an Bedeutung gewinnen. Allerdings wird auch von Seiten der User einiges mehr abverlangt als bei reiner Voice-Übertragung (Licht, Auftreten, “virtuelle Kompetenzen” ). Dies ist neben der Technik sicherlich ein weiterer Grund für die etwas länger dauernde Adaptierungsphase.

Office Communications Server 2007 R2 (Wave 13) nur noch 64 Bit

Nun ist es offiziell! Der Office Communications Server 2007 R2 (Wave 13) wird neu 64 Bit Systeme unterstützen. Neu ist auch, dass OCS 2007 nur noch 64 Bit System unterstützt.

Letztes Wochenende war der MVP Open Day in München. Auch dort wurde dieses Thema schon heiss diskutiert. Vor allem, da einige Installationen bereits ausgerollt sind und diese nun auf 32Bit Betriebssystem laufen. Auch in meinem Umfeld gibt es grössere OCS Installation die auf die neuen Funktionen des Wave 13 warten. Allerdings bedeutet dass nun, das man alle Server zuerst auf 64 Bit migrieren und danach auf die aktuelle OCS Version aktualisieren muss.

Das Releasedatum ist auf den 3. Februar 2009 angesagt. Nun, das bedeutet, dass alle Consultants noch genügend Zeit haben ihre Kunden auf die anstehende Migration vorzubereiten!

Ubiquity: Ein neues Bedienkonzept für Firefox?

Das Firefox Add-On namens Ubiquity vereint die Konzepte von Yubnub, einer Art Kommandozeile für das Web, und Mashups, also dem Verknüpfen von Daten und Funktionen von mehreren Online-Diensten, mit einer einfach zu beherrschenden englischen Kommandozeilen Befehlssyntax. Wie in einer Suchmaschine geben Nutzer ein, was sie tun wollen. Ubiquity nutzt offene Web-APIs, um nutzergenerierte Mashups zu erstellen. Damit soll jeder in die Lage versetzt werden, die Inhalte verschiedener Webseiten zu mischen. Eine Funktion die bisher Web-Entwickler vorbehalten war.

Aza Raskin von Mozilla Labs will mit Ubiquity das Web mittels Sprache auf neue Weise zusammenführen. Das Ziel ist ein neues User-Interface zu schaffen, welches es allen ermöglicht, häufig wiederkehrende Aufgaben mit Bezug zum Web einfacher und schneller abzuwickeln. Ubiquity kommt zwar als Firefox-Erweiterung daher, die ab sofort zum Download bereitsteht, ist aber eher als Experiment zu betrachten.

Das “look and feel” von Ubiquity kann man sich hier in einem kurzen Screencast selber einmal ansehen.

Mein Web 2.0 Tool-Set

Für einmal etwas ganz anderes. Für einmal kein SharePoint Thema! Ich arbeite ja bekanntlich in einer kleinen aber feinen Firma. Die meisten der Mitarbeiter haben einen erhöhten Hang zur Technologie. Sprich, wir probieren gerne alles Neue aus was am Horizont der Technologie so aufgeht. Es spricht für sich, dass wir keine eigene Infrastruktur haben. Genau, wir arbeiten fast komplett in der Internet-Cloud. In der Bürogemeinschaft in der wir arbeiten, tauchen dementsprechend Fragen auf wie etwa; wie macht ihr das, geht das überhaupt, ist das sicher?

Um all den Fragestellern einmal eine definitive Antwort zu geben, wollte ich schon lange einmal einen Blogartikel schreiben wie unsere Firma arbeitet. Insbesondere wie wir zusammenarbeiten. Nun, das habe ich noch nicht geschafft. Allerdings möchte ich eine einzige Frage beantworten. Um zumindest einen der Fragesteller befriedigen. Die Frage lautet: “Wie managest Du eigentlich alle Deine Accounts bei den diversen Web-Diensten die du brauchst”?

Natürlich mache ich das auch online. Ich glaube an das Gute im Menschen. Trotzdem würde ich nie meine Passwörter online verwalten. Dazu habe ich ein kleines Shareware-Tool namens “KeePass“. Nun - das aufwendige ist ja nicht, die Passwörter zu verwalten, sondern bei allen Web-Diensten die Profile nachzutragen. Sprich, es hat sich was bei der Mail Adresse oder sonst was geändert. Zu diesem Zweck habe ich mir bei “Mindmeister” eine Mindmap angelegt, die pro Web-Dienst einen Zweig enthält. Auf diesem Zweig symbolisiere ich mit den zur Verfügung stehenden Icon welche Dienste wirklich ein Profil enthalten und welche nur ein Benutzerkonto führen. Welche Dienste ich geschäftlich und welche ich ausschliesslich privat brauche. Unter diesem Zweig habe ich pro Dienst einen weiteren Zweig angebracht, der gleich einen Link zum Profil-Management enthält. Bei Änderungen kann ich mich so nur schnell dem Mindmap entlang arbeiten und sehe auf einen Blick welche Web-Dienste eine Anpassung benötigen und kann so mit nur einem Klick zur entsprechenden Seite navigieren.

Noch besser wäre, ich hätte alle Web-Dienste im Zugriff mit Flock. Aber die Funktionen dort sind beschränkt. Trotzdem ist die Mindmeister Lösung easy und einfach zu bedienen, oder? Hat jemand eine bessere Idee? Wir und der ursprüngliche Fragesteller sind um jede Idee froh…

Warum scheitern SharePoint Projekte

Aus aktuellem Anlass, habe ich mir wieder einmal Gedanken zum Thema “Warum SharePoint Projekte scheitern” gemacht.

Es gibt offensichtlich mehrere Gründe warum SharePoint-Projekte scheitern. Gelegentlich finden sich die Gründe außerhalb der Reichweite der beteiligten Parteien und sind nicht wirklich die Schuld von einer bestimmten Person, die an dem Projekt beteiligt ist. Meiner Erfahrung nach ist dies jedoch fast nie der Fall. Der Fehler ist in der Regel ein Fehler von einem oder mehreren Mitgliedern des Teams.

Der Grund liegt (meine Erfahrung) vielfach beim Management des Projektes. Der Projektmanager hat keine leichte Aufgabe. Er muss eine Balance finden zwischen über- und unter Koordinieren, Leiten und Managen. Je nach Symptomen die gerade während der Projektlaufzeit auftauchen. Diese Symptome sind auf den zweiten Blick nicht nur auf SharePoint Projekte anwendbar, sondern vermutlich auf die meisten IT-Projekte (die scheitern) anwendbar. Aber was sind diese Symptome?

1. Business-Ziele nicht genau definiert oder der vom Auftraggeber akzeptierte Vorschlag steht im Wiederspruch mit der tatsächlichen strategischen oder operativen Anforderungen. Dieser Punkt wird vielfach erst während dem Projekt realisiert. Wenn der Projektmanager dann probiert, einfach seine Linie weiter zu gehen, (Weg des geringsten Wiederstandes) sieht es logischerweise nicht gut für das Projekt und/oder den Erfolg der Realisierung aus.

2. Die Anforderungen wurden vom Kunden oder dem Lieferanten oder beiden nicht vollständig verstanden. Auch dieser Punkt bemerkt man oft, wenn das Projekt im Gange ist. Wenn man sich hier scheut offen und ehrlich noch einmal einen Schritt zurück zu gehen, wird das Projekt wohl kaum vom Erfolg gekrönt werden.

3. Der Kunde probiert mit dem Produkt Office SharePoint Server 2007 ein Web 2.0 Buzzword mit auf seine Intra/Extranet Seite, oder sogar auf das Internet zu bringen. Er ist sich aber über die Konsequenzen die sich dadurch in seiner eigenen Organisation ergeben nicht bewusst.

4. Die Erwartungshaltung in Bezug auf Lieferobjekte werden nicht geklärt. Dieser Punkt ist vermutlich der Wichtigste. Unterschiedliche Erwartungshaltung lösen während dem Projekt immer wieder Meinungsverschiedenheiten aus. Wird die gegenseitige Erwartungshaltung zu lange nicht geklärt, merkt eine Partei plötzlich (meist vor einem Meilenstein), dass aus ihrer Sicht ja alles völlig im argen liegt. Aussagen wie: “… dann hätte ich es ja gleich tun können”, oder “..ich dachte ihr seit Profis genug” werden dann über den Tisch hin uns her geschoben.

5. Falsche Schätzungen bei Kosten, Zeit, Ressourcen, Infrastruktur – Hardware-und Software-, Kapazitäts-Management usw.).

6. Umfangreiche Änderungen und/oder strategische Neupositionierung im laufenden Projekt. Wird von allen geliebt, insbesondere während der Endphase des Projekts.

7. Projekt-Prozesse wurden nicht definiert oder sie sind definiert, werden aber nicht konsequent eingehalten. Wir alle haben es während der Ausbildung gelernt: An einem Kickoff sollte man erläutern wie man gedenkt zu Dokumentieren, welche Kommunikations-Kanäle benutzt werden sollen (insbesondere wenn mit dezentralen Teams gearbeitet wird), wo man die Risiken heute schon sieht, welche Masstäbe man an die Qualität setzt und so weiter. Man hat uns das beigebracht, damit wir aus vergangen Fehlern lernen.

8. Fehlende Kommunikation und fehlende Aufrechterhaltung der Beziehungen mit allen Beteiligten (Kunde, Berater-, Infrastruktur-Anbieter, Geschäftspartner und alle anderen Beteiligten in dem Projekt). Ich glaube, das ist bei grossen und komplexen Projekten eines der Hauptprobleme. Vor allem externe und dezentrale Projektmitarbeiter tendieren bei fehlender Kommunikation dazu die “Begeisterung” für das Projekt zu zügeln.

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr Kommentare oder weiter wichtige Punkt hinzuzufügen?

Microsoft Roundtable Screencast

Während wir, wegen der reinen Grösse der Lösung, für die Demo der Cisco TelePresence noch einen Termin mit dem Hersteller abmachen mussten, bin ich heute im vorbeigehen an eine Microsoft Roundtable Demo gekommen. Ein etwas ungleicher Vergleich. Aber hinter den beiden Produkten steckt ja bekanntlich ein ähnliches Konzept.

Auf meinem Rechner war bereits ein LiveMeeting Client installiert. USB-Kabel der Roundtable Kamera in den Laptop und bereit war ich für meine eigene kleine Demo.

Wie sich die Roundtable in LiveMeeting verhält kann man in unserem Screencast sehen.

(Wer genau hinsieht kann sogar Agent Kuper sehen)

 
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