Confluence – Einfach unstrukturierte Informationen austauschen

Zurzeit arbeite ich bei einem Kunden in Helsinki, der ein sehr interessantes Tool einsetzt, um intern Informationen auszutauschen. Die Rede hierbei ist von Atlassians Confluence Enterprise Wiki. Der Kunde ist eine Internet-Entwicklungsfirma welche Software auf Javabasis programmiert und die Agile Softwareentwicklungsmethodik anwendet.

Diese Art von Entwicklungsmethodik erfordert eine intensive und transparente Kommunikation unter den Entwicklerteams. Häufig sind die Software-Entwickler so mit Entwicklungsaufgaben beschäftigt, dass sie auf eine transparente und vollständige Dokumentation der Systeme und Applikationen angewiesen sind. Hierfür eignet sich ein Wiki-System perfekt. Die Benutzer können einfach und rasch Wiki-Seiten erstellen, verändern und kommentieren.

Confluence Enterprise Wiki, ist nicht nur ein einfaches Wikisystem. Diverse kostenlose Plugins (z.B. Social Bookmarking, Tagclouds, etc.) helfen dabei, die Standardinstallation mit intelligenten Features zu erweitern und den Anforderungen an das Informations-Management System anzupassen. Hier eine Übersicht der Features von Confluence.

Bei der Arbeit mit Confluence sind mir – trotz den vielen Vorteilen – auch einige “Unschönheiten” aufgefallen:
- Confluence eignet sich nicht, Files effizient auszutauschen. Es können zwar Attachments an Wikiseiten gehängt werden. Jene Attachments können dann (etwas umständlich) über ein Makro in einer Liste angezeigt werden. Um  trotzdem elegant Files auszutauschen gibt es die Möglichkeit, eine SharePoint Document Library mit Confluence über einen Connector zu verbinden. Hierbei können alle Vorteile von SharePoint in Confluence genutzt werden und vice versa.

Alternativ dazu gibt es ein Office Connector Plugin, welches die direkte Einbindung von MS Office Dokumenten in Wikiseiten erlaubt. Open Office wird zur Zeit meines Wissens nicht unterstützt.

- Ist keine Wiki-Struktur vorgegeben, kann die Wiki-Site extrem chaotisch werden. Hierbei ist es wichtig, dass sich die Benutzer dazu bereit erklären, vorgängig eine Wiki-Struktur zu definieren und das Wiki-System aktiv zu pflegen. Wird dies regelmässig durchgeführt, finden sich die Benutzer schneller im Wiki-System zurecht und die Akzeptanz des Systems steigt.

- Es gibt standardmässig eine Suche in Confluence. Diese funktioniert auch relativ gut. Jedoch kann man nur im gesamten Confluence-System nach Informationen suchen. Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, die Standardsuche anzupassen (wie wir das z.B. von den Search Scopes in SharePoint gewohnt sind). Es gibt jedoch ein Advanced Search Plugin, welches die Suchfunktion immerhin um ein paar nützliche Features erweitert.

Wie schon erwähnt eignet sich Confluence bestens dazu, schnell und einfach eine grosse Menge von unstrukturierten Informationen zu verteilen. Um jedoch ein voll integratives Informationsmanagement-System im Unternehmen aufzubauen, reicht wohl Confluence  allein  nicht ganz aus, kann aber dabei ein wichtiger Teil einnehmen.

GMail um Voice- und Videochat erweitert

Google stellt seit kurzem eine browserunabhängige Voice- und Videochaterweiterung zur Verfügung. Dafür ist ein PlugIn nötig. Google bietet dieses PlugIn ganz diskret an: Wählt man in der bestehenden Chat-Funktion bei einem Kontakt das Menü “Mehr” aus, wird einem das PlugIn angeboten. Nach der Installation des exe-Files steht die neue Funktion in jedem Browser zur Verfügung. Jussi und ich haben erfolgreich mit dem IE7, Firefox3 und Chrome gechatet.

Damit erweitert Google seine Collaboration-Palette um ein weiteres Puzzle-Teilchen. Alles sieht danach aus, dass Google irgendwann sein Gesamtwerk fertig hat. Bis jetzt aber kann Google noch nicht mit den wirklich ausgereiften Collaboration-Produkten mithalten; zu zerstückelt kommt das alles noch daher. Wir sind gespannt, wie sich die Goolge-Collaboration-Plattform weiter entwickelt.

               

Visual Networking – die nächste Social-Media-Stufe wird gezündet

Heute hat George Strohmayer von Cisco an den ComDays einen interessanten Vortrag zum Thema “How much bandwidth do we need” gehalten. Dabei wurde er erstaunlich konkret und hat einige Brücken zum Thema Collaboration geschlagen.

Bisher waren vor allem P2P Anwendungen die Haupttreiber der Bandbreitensteigerungen. Im Vergleich zu dem was uns noch bevorsteht war das aber marginal. In Zukunft wird die Übermittlung von  Videocontent (in irgend einer Form) den Löwenanteil der Bandbreite wegfressen. Während heute der durchschnittliche Bedarf des Downstreams bei 3.75 Mbps liegt, rechnet Cisco morgen mit 11.25 Mbps, mittelfristig gar mit 30 Mbps.

Nicht weniger wichtig ist die wachsende Erwartungshaltung der Kunden nicht nur bei den Transferraten, sondern bei der Qualität der Übertragung – also bei der Latency. Heute werden gemäss Untersuchungen 95ms Verzögerung als qualitativ gut akzeptiert, in naher Zukunft rechnet Cisco mit 60ms als Akzeptanzgrenze.

Und spätestens hier sind wir bei unserem Thema. Durch die Zunahme manigfaltigster Videoinhalte und Anwendungen in guter Qualität sowie die weite Verbreitung von Social Networks werde es eine Verschmelzung der beiden Bereiche geben. Cisco hat auch gleich eine Wortschöfung parat: Visual Networking!

Cisco macht ja gleich selber vor, wie sie sich diese Zukunft vorstellt. Wir haben ja bereits über die High-End-Video-Conferencing-Lösung TelePresence berichtet. Ein interessanter Nachtrag dazu: rund 60 Prozent des Cisco-internen Datenverkehrs machen mittlerweile TelePresence-Sessions aus, eine Zahl, die auch für den globalen Datenverkehr prognostiziert wird.

Die visuelle Kommunikation wird zweifellos enorm an Bedeutung gewinnen. Allerdings wird auch von Seiten der User einiges mehr abverlangt als bei reiner Voice-Übertragung (Licht, Auftreten, “virtuelle Kompetenzen” ). Dies ist neben der Technik sicherlich ein weiterer Grund für die etwas länger dauernde Adaptierungsphase.

Live Mesh Tech Preview

Endlich hat es geklappt mit meinem Tech Preview Konto für Live Mesh. Nun der erste Eindruck ist gar nicht so aufregend. Folder Sharing hatten wir ja irgendwie schon einmal, oder sogar zweimal. Für alle Sicherheitsverantwortlichen ist das natürlich sehr aufregend, da ihre Bemühungen wieder einmal ins Leere laufen werden.

Trotzdem, die Integration in das OS ist fast nahtlos gelungen und wird auf Ordner Ebene gesteuert. Ähnlich wie „Groove Folder Share”.

Ebenfalls ähnlich wie „Groove Folder Share” ist die Möglichkeit Kurznachrichten zu hinterlassen. Im Gegensatz zu Groove ist es aber nicht als Chat gedacht, sondern mehr als Ergänzung zum Live Mesh Sharing Logfile. Diese Nachrichten werden dann auch zusammen mit dem Logfile über die Vorgänge im Ordner dargestellt. Was ein bisschen den Eindruck von Twitter hinterlässt.

Nun, mit diesen Möglichkeiten hat Microsoft uns eine Dokumente basierte Collaborations Plattform gegeben. Im Unterschied zu Twitter oder Facebook ist es aber nicht zentral gesteuert, sondern ein „Peer to Peer” Netzwerk. Nun kann also jeder sein eigens Facebook werden.

Wer sich das „Look and Feel” von Live Mesh einmal live anschauen möchte, kann sich unseren ausführlichen Screencast zu Gemüte führen.

Live Mesh – Groove in der Internet Cloud?

Ray Ozzie sprach bereits an der MIX08 von dem neuen Produkt namens Live Mesh. Er gab einige Hinweise um was es gehen wird. Nun ist das Produkt da. Allerdings nur für 10‘000 registrierte Beta-Tester. Ich habe mich auf der MIX08 schon für den Beta Test registriert. Deswegen hoffe ich, dass ich Live Mesh bald live sehen kann. Nun um was geht es genau?

Live Mesh startet mit der Idee das der Benutzer in das Zentrum seiner Computer und Geräte Umgebung kommt. In der aktuellen Betaversion können nach der Anmeldung für den Service PCs, auf denen Windows Vista oder XP läuft, ins persönliche so genannte Mesh eingebunden werden. Danach kann man auf den Geräten befindliche Ordner im Mesh freigeben, wodurch sie automatisch jederzeit zwischen allen Geräten und auch dem “Live Desktop” im Internet synchronisert werden. Diese Ordner können zudem für weitere Meshes anderer Nutzer freigegeben werden. So kann man Live Mesh zusätzlich als simples Kollaborationstool verwenden. Ausserdem bietet Live Mesh über den „Live Remote Desktop“ Fernzugriff auf alle eingebundenen PCs. So kann der User nicht nur die Daten sondern auch die darauf befindlichen Programme nutzen. Im Live Mesh enthalten ist auch der “Live Desktop”. Über diesen kann man sich auch von fremden Geräten aus in sein eigenes Live Mesh einklinken.

Die Parallelen zu Groove sind an vielen Ecken und Kanten zu erkennen. So ändert sich das Icon eines im Mesh freigegebener Ordner wie in Groove. Ebenso habe ich eine ähnliche Benutzer Steuerung an einem freigegeben Ordner wie in Groove. Auch die Funktionalität des Synchronisierens von Dateien ähnelt sehr der Funktionsweise von Groove und auch Lotus Notes. Es scheint, dass alle Technologie in der Ray Ozzie in seiner Karriere beteiligt gewesen ist sich im Live Mesh wieder finden. Warum das so ist schildert Ray Ozzie in einem Interview auf Channel 9.

Live Mesh soll letztendlich, gemäss General Manager Amit Mital in einem Blogeintrag schildert die Standard-Drehscheibe sein, über die Anwender von überall her ihre persönliche “digitale Welt” Geräte, Daten und Applikationen verwalten und nutzen können. Dies soll für möglichst alle gebräuchlichen Endgeräte, vom Handy bis zum Desktop, unabhängig vom Betriebssystem möglich werden. Eine Version für Mac OS X ist bereits auf der Webseite angekündigt. Gemäss Noah Edelstein (in einem Interview auf Channel 10) soll Live Mesh auch eine Plattform sein, auf der andere Softwareentwickler Zusatzanwendungen schreiben können.

Das alles klingt noch nicht sehr aufregend: Es gibt schon viele Tools für Fernzugriff, File-Synchronisation sowie das Speichern und Teilen von Daten übers Internet. Dass Microsoft diese in einem Service zusammenfasst, scheint nützlich aber nicht revolutionär. Mit Live Mesh verfolgt Microsoft aber trotzdem ehrgeizige Ziele: Der Service soll vermutlich ein Eckstein der “Software + Services”-Strategie werden. Dadurch hofft der Softwareriese, auch im Internet der Zukunft eine Schlüsselrolle zu behalten. Konkurrenten wie Google, IBM, Sun und Co. tendieren zu einer Zukunftsvision, in der immer mehr PC-Applikationen in die “Cloud”, die Internet-Wolke, abwandern, während die Endgeräte mehrheitlich zu reinen Zugangs- und Eingabegeräten werden, deren Betriebssystem keine Rolle spielt. Microsoft hingegen möchte die Applikationen selbst so weit wie möglich auf den Endgeräten halten. Die aus dem Internet gelieferten Services, wie eben Live Mesh, sollen es ermöglichen, dass auch so die gleichen Vorteile und der Komfort – unter anderem Zugriff von überall und einfache Zusammenarbeit – geboten werden können wie durch reine Internet-Services.

Scolab Mitglied erhält MVP-SharePoint Award

Durch seinen unermüdlichen Einsatz bei scolab.ch hat Chris Müller heute von Microsoft den MVP-Sharepoint Award (Microsoft Most Valuable Professional) erhalten. Dies zeigt scolab.ch, dass es richtig und notwendig ist, sich mit dem Thema “Collaboration” auseinander zusetzen und das Wissen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ebenso freut es uns, dass unsere Arbeit wahrgenommen und honoriert wird.

So sehen wir erfreut auf die vergangenen beiden Jahre zurück, auf das, was wir da erreicht haben. Mit, ich muss es zugeben, einem gewissen Stolz schreibe ich hier diese Zeilen, denn viele Nächte gingen gemeinsam und sehr schnell zu Ende.

Zudem ist dies ein weiterer Ansporn, mehr zum Thema “Collaboration” aufzuzeigen, noch mehr zu recherchieren, zu testen und in unseren Blog zu setzen.

Wir, die restlichen scolab.ch Mitglieder gratulieren Chris zum MVP-Sharepoint Award.
Keep up posting…

Zoho Office Suite – nun auch Offline und in Microsoft Word

Ich bin ja ein Fan von Web 2.0 Collaboration Tools. Eines meiner „mache ich einmal“ Projekte ist es, eine komplette Liste von Web Applikationen für meine tägliche Arbeit anzulegen. Ziel wäre es, dass ich mit Web Freeware Applikationen durchgängig arbeiten könnte. Wie gesagt, das mache ich einmal, irgendwann. Eine der Web Applikation Suite die ich schon immer ein bisschen im Auge hatte ist die Zoho Suite.

Mit dem Claim „Zoho Work. Online“ bietet das Unternehmen eine Reihe von Anwendungen an, die zusammen eine durchaus leistungsstarke Office-Suite bilden. Folgende Module sind dabei:

Zoho Writer – Textverarbeitung
Zoho Sheet – Tabellenkalkulation
Zoho Show – Präsentationssoftware

Ausserdem sind auch ein Wiki, ein Notizbuch, CRM, Termin- und Aufgabenverwaltung, Datenbanken, eMeetings und weitere, sowie ein Berg von kleinen Tools und Plug-Ins verfügbar.

Kernstück der Zoho Suite ist aber Zoho Writer. Die Textverarbeitung Zoho Writer bemüht sich in ihrer Oberfläche nicht um eine eigene Formensprache, sondern ahmt klassische Softwareoberflächen mit Symbol leisten nach. Auf der linken Seite des Bildschirms wird dem Nutzer die Verwaltung seiner Dateien angeboten. Wer mehr Platz zum Editieren seiner Dokumente benötigt, blendet diesen Bereich einfach aus.

Beim Import bereits vorliegender Textdokumente zeigt sich Zoho Writer als sehr vielseitig. Microsoft und OpenOffice werden genauso wie RTF oder HTML verstanden. Bei den Microsoft Office Formaten werden die Formate der Office 2007 Suite aber noch nicht unterstützt. Dokumente die man gerne in Zoho hat, können aber auch an eine spezielle, dem eigenen Zoho-Konto zugewiesene, E-Mail Adresse geschickt werden.

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Die Werkzeugleisten stellen alle wesentlichen Formate übersichtlich zur Verfügung. Rechtschreibeprüfung wird in diversen Sprachen unterstützt. So auch Deutsch (CH). Die Funktionen der Textgestaltung sind bereits beeindruckend und deutlich weiter als diejenigen von Google Text & Tabellen. Selbst Positionsrahmen sind Zoho Writer vertraut und mit den Formaten für die Seiteneinrichtung können die Online-Dokumente für den späteren Ausdruck bereits vorbereitet werden. Im Gegensatz zu anderen Anbietern können hier bereits Vorlagen genutzt und Dokumente auch als solche gespeichert werden. Dies gilt auch für Teile der anderen Zoho Applikationen. Ebenfalls eher noch selten anzutreffen, ist die automatische Erzeugung eines Inhaltsverzeichnisses. Auch Fuß- und Endnoten können in den Text übernommen werden.

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Die Teamarbeit beherrscht Zoho Writer spielend. Eine Versionsverfolgung zeigt die Bearbeitungsschritte anderer Nutzer an, die ganz einfach per E-Mail zur Mitarbeit aufgefordert werden können, wobei der Inhaber des Dokuments die Berechtigung innerhalb des Teams definiert. Soll das Dokument veröffentlicht werden, machen Sie es per URL zugänglich oder legen ein Posting in einem Blog an.
Neu hat Zoho einen “Offline Modus” integriert. Mit einem Klick auf “Go offline” werden alle Dokumente lokal gespeichert. Zoho stellt auf ihrer Webseite zusätzlich ein Plug-In für Word zur Verfügung. Dadurch können die Offline Dokumente direkt in Word verwaltet werden.

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Wenn diese im offline Modus gespeichert werden, synchronisiert das Plug-In diese bei Verbindung wieder zurück. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Wenn man also ein offline Dokument online bearbeitet, wird dieses automatisch bei einem Klick auf den offline Link, lokal aktualisiert. Die Technologie basiert interessanterweise auf Google Gears. Währenddessen bei den Google Apps nur gerade der Google Reader (RSS Agregator) die offline Möglichkeiten durch Google Gears nutzt.

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PS: Wenn ich schon von der „komplette Liste von Web Applikation“ für meine täglichen Arbeit spreche. Eine online Applikation die man sich unbedingt anschauen muss ist Mindmeister. Mindmeister ist ein online Mind Mapping Programm. Analog etwa zu Mind Manager. Das Killer-Feature des webbasierten Mind Mapping ist natürlich die Möglichkeit der Echtzeit-Zusammenarbeit. Sobald zwei oder mehr Benutzer die gleiche Map öffnen, befinden sie sich im Brainstorming Mode. Das bedeutet, dass nun jede Änderung sofort auf die Bildschirme der anderen Benutzer repliziert und dort durch farbige Effekte hervorgehoben wird. Auf diese Weise ist klar erkennbar, welche Idee von wem kommt, und Brainstorming über geographische Grenzen hinweg wird zur Realität. Zudem ist Skype integriert, damit die Beteiligten an einer Mind Map sich gleichzeitig auch unterhalten können.

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Genau dafür wurde das Internet erfunden!

Google Docs: “Text und Tabellen”

Eines vorweg: Am Anfang war ich skeptisch. Doch nun bin ich überzeugt davon, dass dieses Konzept aufgehen wird. Warum? Es ist einfach! Aber schön der Reihe nach.

Manchmal ist es erstaunlich, wie Menschen alten Gewohnheiten nachgehen, auch wenn diese ihnen das Leben schwer machen und es viele bessere Möglichkeiten gäbe. Unangenehm wird es dann, wenn man dieses Phänomen bei sich selber feststellt. Viele geniale Erfindungen scheitern an diesem Umstand. Und auch so habe ich lange widerstanden, einen Google-Account einzurichten, trotz des Lobes von allen Seiten. Nun – “Text & Tabellen” wollte ich gesehen haben, obwohl ich nicht genau wusste, wie ich es in meinem digitalen Leben einsetzen würde. Was mich sofort überzeugte waren zwei Dinge:

  1. Mehrere Leute können “einfach so” an einem Dokument arbeiten (wo gibt’s das sonst?).

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  1. Die Übersicht über die Dokumente, und wer (gerade) daran arbeitet.

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Es ist eine wahre Freude, wie einfach und schnell man mit “Text und Tabellen” loslegen kann. Peinlichkeiten wie: “Bitte lest mal das Attachment durch und sendet mir eure Korrekturvorschläge” oder: “Sorry, das File habe ich leider auf dem Geschäftsnotebook und den habe ich nicht dabei” passieren einem hier nicht.

Die Arbeit an einem Dokument geschieht dann, wenn man Zeit hat, dort wo man gerade ist und von jenen, die daran etwas ändern sollen und auch dürfen. Das geht sogar so weit, dass es eine wahre Freude ist, sich gegenüber am PC zu sitzen und in einem, ich nenne das mal Powerwriting, einen Text zu verfassen. Ist die geographische Distanz etwas grösser, funktioniert das genau so, ausser dass man sich (noch) nicht in die Augen schauen kann. Dafür ist der “In-Document Chat” vorgesehen. Der funktioniert bei mir zwar nur ab und zu und ist auch erst in einer, nach meinem Geschmack niedrigen Ausprägung implementiert. Sowieso ist das Arbeiten mit der Beta noch etwas holprig. Ich hatte, neben dem Chat, so meine Probleme mit der Rechtschreibeprüfung oder mit den Formatierungen. Einmal mit den Basics vertraut, wachsen halt die Ansprüche schnell…

Natürlich muss sich erst noch weisen ob es Sinn macht, eine 400-seitige Dokumentation mit “Text und Tabellen” zu erstellen. Trotzden: Nie war es einfacher, so effizient einen kreativen Schub auf “Papier” zu bringen, alleine oder in einer Gruppe. Zwischendurch unterbricht man die Arbeit um sich später irgendwo wieder einzuloggen und weiterzuwerkeln. Der “Google-Docs” User lässt sich nicht von Raum und Zeit, geschweige denn von einer Plattform oder einem Programm einschränken. Und ihm ist auch der kleinste USB-Memory-Stick zu gross.

Dabei geht es gar nicht um Google oder sonst wen, nicht um AJAX, Silverlight oder JavaFX, nicht um Alpha und Beta-Versionen: es geht um das Konzept. Ich bin nicht der einzige, der dadurch an mehr Effizienz, mehr Kreativität und somit an Kostenersparnis (oder mehr Gewinn) glaubt. Google ist erst der Anfang. Andere sind dabei, eifrig nachzuziehen. Auch geht es hier nicht darum, auf den bitteren Beigeschmack von Googles schierer Marktmacht hinzuweisen. Aber, so mächtig Google auch ist, so innovativ, komplex und kostenintensiv die Herstellung ihrer Produkte auch sein mag: Es ist etwas ganz anderes was “Google Docs” unwiderstehlich macht: Es ist einfach!

Google: Text & Tabellen

Siehe auch den Eintrag von Christoph Müller am 23.2.2007: Die “Google Apps Professional Edition” und wir IT-Leute

Vyew 2.5 – Free Anytime Collaboration and Live Conferencing

Das Vyew Portal hat gegenüber unserem ersten Bericht einige neue Funktionen hinzubekommen. Vyew bringt Personen und Inhalt auf einfachste Weise zusammen. Vyew arbeitet Web-basierend und man muss keine Client-Software downloaden oder installieren. Einzige Bedingung, das freie Flash-Plugin muss installiert sein. Vyew arbeitet im Augenblick mit folgenden Programmen: PowerPoint, Word, Excel, PDF-, Audio-, Video- und Bild-Files. Dateien können mittels Upload in Vyew importiert werden. Vyew unsterstütz weiter auch Telefonkonferenzen mit bis zu 20 Teilnehmern (selbst bei der Gratisversion). Vyew stellt eine extrem einfache Art dar, wie man miteinander am Bildschirm “kommunizieren” kann. Mit Vyew kann man zeichnen und kommentieren, so dass am selben Dokument gemeinsam Korrekturen/Änderungen besprochen/vorgenommen werden können. Es benötigte nur wenige Klicks und ich fühlte mich in Vyew zu Hause. Der Inhalt wird in den “Vyew-Books” abgespeichert. In der neuen Version wurden viele Funktionen verbessert, so etwa die Tab-Navigation, das Desktop Sharing oder das Drucken von Dokumenten. Eine der wichtigsten Funktionen ist sicherlich, das man Personen ohne Vyew-Account zu seinem Vyew-Desktop einladen kann und diese dann an diesem teilnehmen können.

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Die Funktionsweise von Vyew wird mit kleinen Videos demonstriet.
Vyew gibt es in verschiedenen Preiskategorien von Gratis bis $20 pro Monat exklusiv Zusatzdienste.
Vyew funktioniert mit den folgenden Browsern: ab IE5.5 (PC), ab Firefox 1.4 (PC) sowie Safari (MAC).

Collaborations Funktionen in Windows Mobile Version 6

Kurz nach dem Erscheinen des Exchange Servers 2007 war die neueste Version von Windows Mobile, Windows Mobile 6, auch schon auf dem Markt. Crossbow, so der Codename der neuen Mobile Version, sei mit einigen „Enterprise ready“ Funktionen angereichert worden um nativ mit dem neuen Exchange Server zusammen arbeiten zu können. Auch die Zusammenarbeit mit MOSS Servern soll verbessert worden sein. Das wollten wir natürlich einmal selber ansehen.

Grundlage für unser Labortest war ein Windows Mobile 6 Professional Edition Emulator aus dem Windows Mobile 6 SDK und ein Exchange 2007 Server. Eine der ersten und auffälligsten Änderungen ist die Integration der Microsoft Live Komponenten wie Suche oder den Messenger. Der Messenger Status und die Nachrichten können direkt auf der „home“ Übersicht angezeigt werden.

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Ein weiteres auffälliges Feature ist die Möglichkeiten HTML formatierte Emails anzuzeigen. Es gelingt zwar bei komplizierten Tabellen nicht ganz optimal. Für inline Bilder, oder formatierten Text funktioniert es aber einwandfrei.

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Neu unterstützt Windows Mobile 6 „Nachverfolgungen“. Im Gegensatz zu Outlook 2007 welche diverse Arten der „Nachverfolgung“ kennt wird in Windows Mobile 6 nur „heute“ unterstützt und mit Outlook synchronisiert.

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Auch diverse Funktionalitäten im Kalender wurden verbessert, oder erweitert. Die typische Kalenderansicht wurde um eine „agenda bar“ erweitert. Sie zeigt in einer Übersicht wie die Termine über den Tag verteilt sind. Zusätzlich kann man nun Meetings planen und Teilnehmer (optionale und erforderlich Teilnehmer) dazu einladen. Die Teilnehmer können dabei aus dem lokalen Adressbuch oder aus der Globalen Adressen Liste kommen.

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Im Bereich E-Mail sind ein paar positive Änderungen aufgefallen. Man kann nun Abwesenheitsmeldungen erfassen. Was natürlich hilfreich ist wenn man ein bisschen länger in den Ferien bleiben möchte. Längere Nachrichten können nun direkt heruntergeladen werden, ohne dass zuerst die Einstellungen neu konfiguriert und dann neu synchronisiert werden müssen. Die Suchfunktion durchsucht nicht mehr nur die lokalen Daten, sondern kann auch alle Ordner auf dem Exchange Server.

Die Sharepoint Funktionalität war eine der Neuerungen welche bei mir am meisten Interesse geweckt hat. Aber eigentlich ist hier nicht viel passiert. Zwar lassen sich nun Dokumente welche in E-Mails über HTML- und UNC-Links verknüpft sind direkt in den jeweiligen Mobile-Office Applikationen öffnen. Sie können jedoch nicht mehr zurückspeichert werden. Angezeigt werden können jedoch nur bei Office 2003 kompatiblen Dokumenten. Office 2007 Dokumente werden nicht unterstützt. Defacto muss folglich eine geänderte Datei lokal auf den PDA gespeichert werden und dann per Email versendet oder später auf den Server hochgeladen werden. Denn der Mobile Internet Explorer unterstützt das „manuelle“ Hochladen über eine MOSS- oder WSS-Seite nicht. MOSS oder WSS Seiten welche mit Outlook 2007 verbunden worden sind, werden ebenso nicht synchronisiert wie abonnierte RSS-Feeds. Funktionen welche „Info-Worker“ doch stark vermissen werden.

Alles in allem hinterliess dieses Update von Windows Mobile gemischte Gefühle. Es wurden zwar einige Verbesserungen gemacht. Die fehlende MOSS/WSS Integration und die Inkompatibilität zu Office 2007 lassen Windows Mobile 6 nur dank Verbesserungen im Bereich Email zu einem BlackBerry-Konkurrenten werden. Das ultimative Gerät zur Desktop-Erweiterung für den Info-Worker ist es jedoch leider nicht.

 
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