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Mit jungen Leuten für junge Leute – SharePoCalypse 27

SharePocalypse 27 - Mit jungen Leuten fuer junge Leute

Endlich was Positives: EuGH-Generalanwalt nennt Safe Harbour ungültig! Ashley Madison und Volkswagen zeigen wie man Software, kriminelle Energie und asoziales Verhalten zum Geschäftsmodell macht (und scheitert)!

Mit jungen Leuten für junge Leute

Der Beat-Club war die erste Musiksendung mit englischsprachigen Interpreten im deutschen Fernsehen. Die erste Sendung wurde am 25.September 1965 ausgestrahlt.

Ashley-Madison-Hack

Die Hacker waren im Juli 2015 in das Computersystem von Ashley Madison eingedrungen und hatten mit einer Veröffentlichung der entwendeten Daten gedroht, wenn der Betreiber Avid Life Media (ALM) die Seite nicht offline nimmt.

Das „Impact Team“ (die Hacker) hat darüber hinaus auch Firmen-Dokumente kopiert und veröffentlicht. Die veröffentlichten Daten geben einen Einblick in die internen Arbeits-Abläufe inklusive dem Aufbau der Server-Infrastruktur. Mit anderen Worten, die Firma wurde komplett ‚geownt‘.

Aus diesen Daten liest sich ableiten: die Seite war kompletter ‚Scam‘. (Unterart des Betrugs. Auf Schweizer-Deutsch: Beschiss)

  • 70.529 Bots, die sich als Frauen ausgegeben haben
  • Gut 20 Millionen Mal haben Bots Nachrichten an männliche Konten geschickt, aber nicht einmal 1500 Mal an weibliche Accounts
  • Bots haben 11 Millionen Chats mit Männern absolviert, aber nur etwa 2400 mit Frauen

EuGH-Generalanwalt nennt Safe Harbour ungültig

Der Generalanwalt des EuGH hat erklärt, seiner Meinung nach sei das Safe-Harbour-Abkommen mit den USA ungültig. Dies im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit über den Datenschutz bei Facebook. Dieser Prozess hat der Kläger Max Schrems seit Jahren geführt und damit zumindest einen Teilerfolg errungen.

Natürlich muss das Gericht dieser Argumentation erst mal folgen, aber wenn es das tut, werden wir eine Umwälzung erleben. Es wäre Schluss mit der Diktatur des Silicon Valley, die Branche müsste sich dezentralisieren. Die NSA würde an Einfluss verlieren und das wäre wohl einer der wichtigsten Punkte. Natürlich würde auch die US-Regierung an Einfluss verlieren, was ich persönlich für eine gesunde Entwicklung halten würde.

Volkswagen: Das Software-Debakel

„VW hat aus Gier sein digitales Vertrauen verspielt“ (Sascha Lobo). Mit einer Borniertheit, die an Investmentbanker in Vor-Finanzkrisenzeiten erinnert, haben die VW-Manager dabei Gesetze gebrochen. Das ist besonders perfide, weil es den Konzern in seiner aktuellen Form nur wegen der Politik überhaupt noch gibt: Die niedersächsische und Bundesregierung setzen sich bei Aktionärs-Sonderrechten und EU-Abgas-Normen seit Jahrzehnten für die Volkswagen AG ein. Es macht keinen Unterschied, ob VW US- oder EU-Gesetze gebrochen hat. Vorsatz und Planmäßigkeit der Aktion sind einfach nur asozial.

 

 

Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.

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