pipes beta von Yahoo

Ein geniales Produkt, dessen Nutzen nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Der Produktname ist offensichtlich vom gleichnamigen Unix-Befehl übernommen. Das Unix-Pipe übergibt den Output eines Befehls als Input an den nächsten Befehl. Yahoo’s pipes hingegen ist ein Verbindungsmodul zwischen Web-Services. Es übergibt den Output nicht nur, sondern lässt diverse Modifikationen zu, wie etwa filtern, zusammenführen oder Benutzereingaben zu. Ebenso stehen logische Operatoren zur Verfügung.
 
Das sind ja alles nicht neue Funktionen. Und das man das im Web kann, ist auch nicht neu. Nun das Neue daran ist, dass diese virtuelle Shell-Umgebung für das Web, wie eine visuelle Programmierumgebung funktioniert. Das Schöne daran, ist die Einfachheit der Anwendung. Inputquellen, Benutzereingaben und andere Module können per Drag+Drop platziert und verbunden werden. Innerhalb weniger Minuten hat man eine eigene Web 2.0 Applikation gebaut. In diesem Fall eine “pipe”.

yahoo.pipes.jpg

Der Output kann dann als RSS, SMS-Meldung oder sogar JSON bezogen werden. Als Input können Feeds, Benutzereingaben oder andere pipes verwendet werden.
 
Interessanterweise wählt Yahoo pipes “Google Base” als Standard Inputquelle. Dies zeigt: die Interoperabilität im Internet ist ein wichtiges Thema. Dabei ist das Internet einem Desktop an Flexibilität um ein Vielfaches überlegen.

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