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Schlemihl kuschelt mit Cayla – Sharepocalypse 41

Deine Daten gehören NICHT Dir – sagt Herr De Maizière. Spielzeuge als versteckte Spione – WEG DAMIT – sagt die Bundesnetzagentur. HER DAMIT – Google muss europäische E-Mails rausrücken.

Spielzeug-Puppe „Cayla“ laut deutscher Netzagentur verboten

Die Bundesnetzagentur weist angesichts aktueller Berichte darauf hin, dass die Puppe „Cayla“ in Deutschland verboten ist. Mit ihrer Aufnahmefunktion sei sie ein verstecktes Spionagegerät. Käufer müssen sie vernichten.

Obwohl ich keine solche Puppe besitze gehe ich davon aus das es Hinweis auf der Verpackung geben wird dass WLAN und einen Internetanschluss benötigt wird. Aus dem logischen Verstand heraus muss mir klar sein das ein Gegenstand der auf Fragen, Geräusche oder ähnliches sagen wir mal halbwegs logisch antwortet diese Daten an einen Server sendet um dort ausgewertet zu werden. Dann ist das für mich schon das Kriterium dieses nicht zu kaufen.
Das gleich gilt für die nette Dame die in einem Kunststoffzylinder wohnt welcher von einem großen Internethändler vertrieben wird – und Michael so liebt.

Aber viel zu viele haben es nicht begriffen das auf kurze oder lange Zeit gesehen wir uns mit unserer Daten Freizügigkeit nur schaden werden. Aber die Frage bleibt: Warum ist Amazon Echo / Alexa nicht verboten? Und bei Cortana wissen wir so rein gar nicht, was die so macht.

Google muss ausländische E-Mails an FBI übergeben

Während ein Richter in Philadelphia Google aufgetragen hat, E-Mails auf ausländischen Servern an das FBI zu übergeben, bleibt ein Berufungsgericht bei seiner Entscheidung, dies für Microsoft zu verneinen. Vom Tisch ist die Sache damit aber noch nicht.

Die Argumentation des Richters im Google-Fall ist spitzfindig: Da Google ohnehin ständig Daten zwischen seinen Rechenzentren hin- und herkopiere, sei es ja nur nötig, die vom FBI angefragten Daten in die USA zu transferieren, sodass das FBI darauf zugreifen könne. Ein solcher Transfer beeinträchtige nicht die Rechte des Nutzers und stelle keinen Zugriff auf ausländische Daten dar.“ Quelle heise.de

Hoffentlich setzt sich diese Ansicht durch und die EU reagiert darauf. Konsequent wäre dann ja nur, technische Maßnahmen zu fordern, die einen solchen Transfer verhindern – sofern es sich um Daten von Europäern handelt die dann nur in Europa gespeichert werden dürfen.
Denn mit der gleichen Argumentation kann man letztlich jeglichen Datenschutz aushebeln. Ob der Richter wohl die gleiche Meinung hätte, wenn es sich sagen wir um sein eigenes Email-Postfach handelt, welches in die EU transferiert werden soll?

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Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.

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