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SharePoCalypse 20 – Gib uns dein Erstgeborenes

SharePocalypse 20 Gib uns dein Erstgeborenes

Die letzten zwei Wochen waren reich an SharePocalypsen. Fremde BMWs lassen sich via Smartphone öffnen, Samsung Smart TVs hören in die gute Stube, WLAN Kunden im Flughafen geben ihr Erstgeborenes an F-Secure und mittendrin erhebt Andrew Keen seinen warnenden Finger.

 

ShowNotes

HoloLens: Warum Microsofts HoloLens ihren Betrieb auf den Kopf stellen wird.

One small step for man

Andrew Keen auf der DLD: Ein wütender Andrew Keen (Silicon Valley Antichrist) zeigte an der DLD Konferenz die Kehrseite der Sharing Economy. Er forderte die bequemen, IT-hörigen Journalisten auf, genau hinzuschauen, ob Uber die versprochenen 50’000 neuen Jobs in Europa auch wirklich schaffen. Dabei verwies er immer wieder auf sein aktuelles Buch „The Internet is not the anwser„. In einem extrem sehenswerten Interview mit dem TechCrunch Journalisten Mike Butcher, vertrat er die These „Das Internet ist „kaputt und antisozial„.

Andrew Keen Mike Butcher DLD

BMW ConnectedDrive: BMW-Fahrzeuge mit der Ausstattung ConnectedDrive ließen sich innerhalb weniger Minuten per Mobilfunk öffnen. Dies war durch Sicherheitslücken bei den sogenannten Remote Services möglich. Über diesen Dienst kann man die Fahrertür seines Autos per Handy-App entriegeln. Logischerweise ohne Zutun des Fahrzeugbesitzers tun. Alle Details dazu in dem lesenswerten MobileGeeks.de Artikel „Einfach mal das Auto hacken – Sicherheitslücken auf 4 Rädern„.

Samsung SmartTV: Schöne neue Fernsehwelt: Samsung warnt: Bitte achten Sie darauf, nichts Privates vor unseren SmartTVs zu erzählen. In der EULA von Samsung wird darauf hingewiesen, dass man besser nichts Privates in Anwesenheit eines SmartTVs sagen sollte, weil die Spracherkennung dies irgendwohin übermitteln könnte. Da fühlt man sich doch gleich entspannter im Wohnzimmer!

SmartTV EULA

F-Secure und das Erstgeborenes: Wer liest schon AGB? Niemand. In London hat F-Secure auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Sie haben dort einen WLAN Hotspot installiert und folgenden Passus in die Nutzungsbedingungen eingefügt: „Mit der Benutzung dieses Dienstes willigen Sie ein, Ihr erstgeborenes Kind F-Secure zu überlassen. Zeitpunkt und Nutzungsart werden vom Unternehmen festgelegt. Falls keine Kinder produziert werden, wird stattdessen Ihr Haustier genommen. Diese Bestimmungen gelten für die Ewigkeit.“ Alle Details zu dieser Aktion und die Konklusion die F-Secure daraus zieht findet man auf dem Corporate Blog.

Neue Facebook AGB und was man tun kann

Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.