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SharePoCalypse – Frischer Wind bei Microsoft

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Die aktuelle Ausgabe des SharePoCalypse Podcasts steht ganz unter dem Motto der Frühlingsfrische bei Microsoft. Satya Nadella blässt zum Grossangriff auf Evernote und lanciert endlich Office für das iPad.

 

‚Show notes‘ und Links

Google rüttelte letzte Woche die Szene auf als sie ankündigten ihr angestaubter ‚Notebook Service‘ als ‚Google Keep‚ neu auferstehen zu lassen. Danach kam gleich die zweite Notizen-App-Welle mit Microsofts Ankündigung ihres ‚OneNote Service API‘ und das schon einige der grossen Web Services dieses API bereits integriert haben.

Microsoft Office Apps für das iPad sind Office Apps welche Standards setzt. Zusammen mit Apples Büro Applikationen zeigen sie wie man es richtig macht. Allerdings treibt es die Cloud Diskussion auch zum Endkunden. End User sehen nun wie das Vermieten von Standardsoftware funktioniert und das die bisherige Lizenzierungspreise für iOS Software wie geschenkt aussehen lässt.
Der Gebrauchtmarkt für Software wird dabei trocken gelegt. Ein Office 2010 (welches für 99 % aller Nutzer ausreichen würde) bekommt man in der Professional Variante jetzt für 120 EUR. Wenn man das dann 5 Jahre nutzt, bevor man wieder updatet, liegt man mit dem Mietmodell bei 400% der ursprünglichen Kosten!

Microsoft will nun das Yammer-Netzwerk stärker auf Produkte wie Office 365 und Microsoft Dynamics ausweiten. Dafür soll im Frühling 2014 eine neue Version von Dynamics CRM veröffentlicht und die Office-365-Abos „Academic“ (für Bildungseinrichtungen) und „Midsize Business“ (Mittelständische Unternehmen) in Yammer integriert werden. Das Ziel ist laut Spataro, dass „Unternehmen wie Netzwerke arbeiten können„.

Dazu wird zuerst das Yammer Konzept ‚Enterprise Graph‚ über das ganze Office 365 ausgerollt. Dies nennt sich dann ‚Office Graph‚. Der Ursprung des Office Graph liegt beim ‚Enterprise Graph‘ von Yammer. Der ‚Enterprise Graph‘ war von Yammer angedacht um das Problem des ‚“social network sprawl” (sozialen Zersiedelung) zu lösen. Unternehmen haben heute verschiedene soziale Netzwerke die nicht miteinander interagieren. Der ‚Enterprise Graph‘ soll dieser Standard sein in dem alle sozialen Netzwerke ihre Einträge publizieren können und so von anderen Netzwerken wieder verwendet werden könne. Man kann es also als Facebook Open Graph für Businessanwendungen verstehen.
So wie Facebook ein ’sozialen Graphen‘ für das persönliche Leben der Menschen, die Abbildung der Verbindungen zwischen Menschen, Orten, Musik und Spielen zeigt, soll der ‚Office Graph‘ das Leben im Unternehmen abbilden. Also wie Mitarbeiter, Content und Business-Daten im Arbeitsplatz verbunden sind.

Facebooks ‚Open Graph Technologie‚ wurde 2007 auf der ‚Facebook F8 Konferenz‘ erstmal gezeigt. Die ‚Open Graph Technologie‘ basiert auf dem theoretischem Konzept der ‚Graph Theorie‚, in der mathematischen Strukturen um paarweise Relationen zwischen Objekten beschrieben werden können.

Ein Anliegen unseres Seites ist die Netzneutralität. Das EU Parlament ist die erste Beratungen im federführenden Ausschuss durch. Also noch nicht erste Lesung. Im Parlament wird das dann meist aber übernommen da die sich am Ausschuss orientieren. Sprich, das Gesetzt ist soweit wie angenommen. Das sich hier noch was ändert ist unwahrscheinlich. Es wird zwischen Internet und ‚Specialised Services‘ unterschieden. Specialized Services dürfen in Abhängigkeit zur vorhandenen Bandbreite gesetzt werden – solange der Zugang zum Internet nicht blockiert wird. Diese schwammige Formulierung führt das die Netzneutralität nicht mehr gewährleistet ist.
Im Gegenzug sollen dafür die Telefon Roaming Gebühren fallen. Ein mieser TrickP Da die Netzanbieter dagegen nicht Sturm laufen, zeigt nur was sich die Anbieter für Gewinne erwarten wenn die Netzneutralität nicht mehr da ist.

Unsere Deutschen Hörer sollten aktiv werden und sich an Ihre EU-Abgeordnete wenden. Jetzt ist der letzte Moment um zu reagieren. Wie man es genau macht zeigt die Website:

http://www.savetheinternet.eu/

The Internet of Things is going on – full speed. Die Grossen fangen an sich in Position zu bringen. Apple und Google entwickeln Hardware, Facebook muss Hardware dazukaufen da sie trotz allen Bemühungen eine Software Company sind.

Neben dem Kauf von Oculus plant Facebook ein System aus Drohnen, Satelliten und Lasern, um Internet-Zugänge in entlegene Regionen zu bringen.

Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.

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