Es ist kein Geheimnis, dass ich für mich privat Mac OS X nutze. Das bedeutet aber nicht, dass ich zuhause keine Windows Rechner habe. Ganz im Gegenteil. Mit Virtualbox von Sun virtualisiere ich mir so einen kleinen Zoo von Servern.
Für einen Test brauchte ich ein Vista Client. Die Standardeinstellungen von Virtualbox stellt die Festplattenkapazität auf 20 GB ein. Ohne etwas zu überlegen bestätigte ich die Standardeinstellungen. Dummerweise installierte ich Vista SP1 und musste SP2 nachinstallieren. Jetzt benötigt Vista SP2 aber mehr freien Platz auf der Festplatte als auf der virtuellen Festplatte vorhanden war.
Solche Arbeiten habe ich unter Parallels for Mac bisher mit GParted erledigt. Nun, grundsätzlich müsste GParted auch unter Virtualbox funktionieren. Was es auch macht. Allerdings sind ein paar Schritte mehr nötig als unter Parallels. Hier nun die Anleitung (speziell für Rolf, dem ich heute erklärt habe, wie ich es gemacht habe und er es gerne schriftlich hätte. Was mir im Gegenzug ein Sixpack einbringt.)
1: Als erstes erstellt man eine zweite (grössere) virtuelle Disk und definiert diese als IDE Primärer Slave
2: Danach lädt man die Live CD von GParted herunter und definiert diese als Bootvolumen für den gewünschten virtuellen Rechner. Wenn GParted gestartet ist sollte man oben rechts in der Festplattenauswahl zwei Festplatten sehen.
3: Danach wechselt man in die root-shell des Linux auf dem GParted läuft. Der Link dazu liegt auf dem Desktop.
4: In der Shell kopiert man den ganzen Inhalt der ersten Festplatte auf die zweite Disk. Dies geschieht mit dem Befehl:
dd if=/dev/hda of=/dev/hdb
Dies dauert ein bisschen. Also Rolf: hier ist die Zeit einen neuen Kaffe zu holen. Virtualbox zeigt ja die Aktivitäten der virtuellen Festplatten an. Diese sind während dem gesamten Vorgang logischerweise aktiv.
5: Wenn die Daten kopiert sind, stoppt man den virtuellen Computer und definiert die Festplatteneinstellungen neu. Die grössere Disk, die vorher noch IDE Primärer Slave war, wird nun IDE Primärer Master. Der alte (kleine) IDE Primärer Master brauchen wir nun nicht mehr. Diese kann entfernt werden (vielleicht ist es sinnvoll, diese virtuelle Festplatte nicht gleich zu löschen). Wenn diese Einstellungen gemacht sind, kann man den virtuellen Rechner wieder starten.
In den „Disk Management“ Einstellungen ist die Festplatte zwar nun grösser. Allerdings ist die Partition noch nicht angepasst.
Mit einem Rechtsklick auf den unbenutzten Bereich der Festplatte kann aus dem Kontextmenü „Expand Disk“ ausgewählt werden.
Nach ein paar Sekunden ist auch dieser Schritt komplettiert und die Disk hat wieder genügend Platz.







Gerhard Lehnhoff meinte am 23.6.2009 um 20:59:
Super, danke, brauche ich dringend und werde es ausprobieren.