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Bots-Blitz – Sharepocalypse 37

SharePocalpyse 37

Bots sind NICHT die neuen Apps! Größter DDoS-Angriff der Geschichte durch Internet of Things-Geräte. Das ‚Internet of Things’ ist schon defekt bevor es losgegangen ist! Yahoo arbeitet direkt für den Geheimdienst und alle anderen Cloud-Anbieter beeilen sich unisono zu vermelden – er auch, wir nicht!

Bots-Blitz – Bots sind sicher NICHT die neuen Apps

Trotz des Debakels mit dem Chatbot Tay (Täterschutz für Cryptogangster – SharePocalypse 32) verkünden diverse Microsoft Vertreter: „Bots are the new Apps!“. Wenn Microsoft, als ‚Follower’ das sagt, dann muss ja was Wahres dran sein, oder?

Die Aussage, die „Bots wären die Apps von morgen“ ist jedoch schlicht Unsinn. Wenn Bots so schlau sind/werden wie die Hersteller sagen, dann kann nur einer, höchstens zwei dieser Systeme überleben – sonst hätten die Bots ja ihren Sinn verfehlt.

Dies ist aber eine philosophische Diskussion. Handfester und realistischer als beim Follower Microsoft geht es bei Facebook zu. Das Team hinter der Facebook-Bot-Plattform ist mittlerweile vorsichtiger geworden und versucht, Erwartungen zu dämpfen. Mitte September 2016 sagte David Marcus, Chef der Facebook-Messenger-App, auf der die Chatbots basieren, das Thema sei „wirklich sehr, sehr schnell overhypt“ worden. Die Software, die bereits existiert, arbeite noch nicht so, wie er sich das erhofft habe. Wörtlich sagte er: „Bots are overhyped and underpowered“.

Ob Bots die Zukunft sind oder nicht wird vom Nutzen den sie bringen abhängen. Aktuell sind die meisten Bots sind reine Technologie Demos und können eigentlich nichts. Dann wird sich vielleicht der erhoffte Hype in einen Markt verwandeln.

Seien wir froh das nicht Firmen entscheiden was sich durchsetzt. Microsoft hat es mit den unsäglichen Kacheln und dem Store nicht geschafft. Apple hat sein „Lebensgefühl“ auch nur 12% der Konsumenten verkaufen können, und Amazon Dash-Buttons, intelligente Kühlschränke und diese digitalen Assistenten haben sich im Alltag einfach nicht durchgesetzt.

Alle Mails gescannt – Yahoo arbeitet für Geheimdienste

Yahoo soll für US-Dienste neue Software geschrieben, sie hinter dem Rücken der eigenen Security-Abteilung installiert und damit alle Kundenmails gescannt haben. Juristische Gegenwehr gab es offenbar keine. Ob die Überwachung andauert, ist nicht bekannt. Die E-Mails sollen seit April 2015 gescannt worden sein. Damit würde der Vorfall zeitlich nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden über die Überwachungsmethoden der US-Geheimdienste liegen, was ihn zusätzlich brisant macht.

IoT-Bot Net DDoS Angriff

Als Dank für seine Berichterstattung über den Booter-Dienst vDoS bekam der unabhängige Journalist Brian Krebs nun mit einem der größten DDoS-Angriffe der Geschichte zu tun. Einer der größten jemals festgestellten Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS). Laut Content-Delivery-Anbieter und Anti-DDoS-Spezialist Akamai, war es der größte Angriff dieser Art, den man bis jetzt beobachtet habe. Akamai musste dann auch der gigantischen Last nachgaben und konnte die Infrastruktur von Brian Krebs nicht mehr schützen.  620 Gigabit pro Sekunde – knapp doppelt so viel Traffic wie beim bisher schlimmsten von Akamai beobachteten Angriff – Mit Spitzenwerten von 1,1 Terabit pro Sekunde. Nach anfänglicher Unsicherheit wer da überhaupt angreift gab Akamai zu Protokoll, das Botnetz, das unter anderem Krebs angegriffen habe, hätte aus mehr als einer Million Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT) bestanden – unter anderem seien mit dem Internet verbundene Sicherheitskameras darunter gewesen.

Update zu WhatsApp und Facebook

Alternative Links zum Podcast

In iTunes, oder auf Spreaker:

Listen to „SPCY037 Botsblitz!“ on Spreaker.

 

Autor: Christoph Müller

Christoph Müller ist Consultant, Blogger und Podcaster rund ums Thema SharePoint, Digital Transformation, Cloud, Mobile und Netzpolitik.

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